6. Oktober 2025
Vor Fast Fashion und dem Wegfall von Einwegprodukten lebten wir in einer Kreislaufwirtschaft. Die Nachbarn teilten sich Haushaltsgeräte, und die Produkte waren so konstruiert, dass sie lange hielten und wiederverwendet und repariert werden konnten.
Die heute wachsende Kreislaufwirtschaft erfindet nichts Neues – sie nutzt das Wissen und die Gewohnheiten, die für die Generationen vor uns selbstverständlich waren, und motiviert gleichzeitig die Verbraucher, sich an dieser Bewegung zu beteiligen.
Zum Auftakt der Climate Week NYC veranstaltete Futerra ein Gespräch mit Ellen Jackowski, Chief Sustainability Officer von Mastercard; Andrew Savage, Vice President of Sustainability bei Lime; Kate Sanner, CEO von Beni; und Sage Lenier, Gründerin von Futureline, über den technologiebedingten Aufstieg der Kreislaufwirtschaft.
Die im Solutions House abgehaltene Podiumsdiskussion zeigte, wie sowohl große Unternehmen als auch innovative Newcomer Unternehmen und Einzelpersonen dabei unterstützen, aus dem Übergang zurück zu Kreislaufsystemen Nutzen zu ziehen. „Wir haben der Öffentlichkeit ein Gefühl der Gefahr vermittelt, ohne einen Handlungsplan aufzuzeigen“, sagte Lenier. „Unsere Verantwortung besteht nun darin, ihnen Lösungen vorzulegen.“
Bei der Kreislaufwirtschaft geht es heute nicht mehr nur um Recycling. Es hat sich zu einem digitalisierten System entwickelt, das Wachstum und Ressourcenverbrauch entkoppelt, und diese Entwicklung hat sich in den letzten Jahren noch beschleunigt. Eine kürzlich von Mastercard durchgeführte Umfrage zur Verbraucherstimmung in den USA ergab, dass 37 % der Befragten häufiger nach gebrauchten Artikeln suchen als in der Vergangenheit. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in einer Studie des Mastercard Economics Institute wider, die ergab, dass im Jahr 2024 Kreislaufhändler 27 % aller Online-Ausgaben für Luxusbekleidung ausmachen würden.
Da sich die Verbraucher zunehmend dem Secondhand-Shopping zuwenden, treten immer mehr Unternehmen und Händler auf den Plan, um das Einkaufserlebnis einfacher und reibungsloser zu gestalten. Das Gespräch im Solutions House unterstrich, dass die effektivsten Lösungen diejenigen sind, die Reibungsverluste beseitigen und die nachhaltigere Wahl auch zur bequemeren, attraktiveren und offensichtlicheren Wahl machen.
Von links: Lucy Shea von Futerra, Kate Sanner von Beni, Andrew Savage von Lime, Sage Lenier von Futureline und Ellen Jackowski von Mastercard beim Solutions Panel während der Climate Week in New York City. (Foto mit freundlicher Genehmigung von Futerra)
Beni ist beispielsweise eine Browsererweiterung, die den Kauf von Gebrauchtwaren vereinfacht, indem sie verfügbare Angebote auf verschiedenen Plattformen zusammenstellt. „Ich verkaufe Ihnen Stil, ich verkaufe Ihnen Erschwinglichkeit“, sagte Sanner. „Nachhaltigkeit ist ein Geschenk beim Kauf.“ Über Lime, das Unternehmen für Leihfahrräder und -roller, sagte Savage: „Oft ist es billiger, schneller und macht unheimlich viel mehr Spaß, Fahrrad zu fahren als Auto zu nehmen.“ Es spricht nichts dagegen, wenn die nachhaltige Option auch mehr Freude in Ihr Leben bringt.“
Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg sind branchenübergreifende Kooperationen, um die Kreislaufwirtschaft auszuweiten. „Ohne Partnerschaft funktioniert es nicht“, sagte Jackowski. „Unternehmen wie Lime und Beni zum Erfolg zu verhelfen, hilft ihnen, hilft uns [Mastercard], hilft den Verbrauchern – und hilft dem Planeten.“
Mastercard möchte Unternehmen durch sein globales Netzwerk, das mehr als 150 Millionen Akzeptanzstellen, Tausende von Bankpartnern und über 3,4 Milliarden im Umlauf befindliche Karten umfasst, dazu inspirieren, informieren und befähigen, umweltbewusstere Entscheidungen zu treffen.
Mastercard Start Path hat kürzlich eine neue Gruppe von Startups in sein aufstrebendes Fintech-Programm aufgenommen, die sich alle der Förderung des Kreislaufhandels verschrieben haben, indem sie wegweisende Technologien für nachhaltigen Konsum und Lebenszyklusmanagement von Kleidung und Waren entwickeln. Dazu gehören Save Your Wardrobe, Pentatonic, Circulae und Circulayo.
Mit Blick auf die Zukunft konzentriert sich Mastercard darauf, seine eigene Zahlungstechnologie und Dateneinblicke zu nutzen, um mehr Unternehmen und Privatpersonen dabei zu helfen, die Kosteneinsparungen und Wachstumschancen der Kreislaufwirtschaft zu nutzen.
Das Solutions House-Panel gab der Klimawoche den Ton an, indem es sowohl Dringlichkeit als auch Optimismus hervorhob. Die Dynamik hinter dem Kreislaufhandel zeigt, dass Innovation und Zusammenarbeit sinnvolle Fortschritte hin zu einer ressourceneffizienteren, wohlhabenderen und lohnenderen Wirtschaft ermöglichen können. Die Diskussionsteilnehmer betonten, dass die Zukunft der Kreislaufwirtschaft darin liegt, Gemeinschaften zu fördern, Kapital strategisch einzusetzen, einen greifbaren Mehrwert zu schaffen und Lösungen zu skalieren, die mehr Menschen erreichen.
Mit Blick in die Zukunft wird deutlich, dass die nächste Welle von Klimalösungen nicht nur auf Technologie, sondern auch auf gemeinsamer Verantwortung beruhen wird – einem kollektiven Bekenntnis zur Nachhaltigkeit der Zukunft, das gleichzeitig die Entscheidungen für alle einfacher, angenehmer und wirkungsvoller gestaltet.