13. Februar 2025 | Singapur
Die bahnbrechende Lösung zur Verbrechensbekämpfung wurde im Echtzeit-Zahlungsnetzwerk der Philippinen implementiert. Damit ist das Land nach Großbritannien der zweite Markt weltweit, der diesen Service anbietet.
Mastercard hat heute offiziell die Einführung von TRACE (Trace Financial Crime) im asiatisch-pazifischen Raum bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um eine hochentwickelte Netzwerklösung, die künstliche Intelligenz nutzt, um Geldwäsche und Finanzkriminalität zu erkennen und zu verhindern. TRACE nutzt aktuelle und umfangreiche Zahlungsdaten von zahlreichen Finanzinstituten und bietet so eine ganzheitliche Analyse, die über die isolierte Sichtweise einzelner Finanzinstitute hinausgeht. Dadurch wird die Verfolgung von Finanzkriminalität in einem gesamten Zahlungsnetzwerk ermöglicht.
In den letzten Jahren haben Echtzeitzahlungen (RTP) bei Privatpersonen und Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum einen rasanten Anstieg erfahren. Dadurch können Transaktionen zwischen Konten bei verschiedenen Finanzinstituten innerhalb von Sekunden abgewickelt werden – etwas, das in der Vergangenheit oft mehrere Tage dauerte. Diese Geschwindigkeit hat sie jedoch auch zu einem Ziel für Geldwäscher und sogenannte „Geldwäscher“ gemacht, die versuchen, der Entdeckung zu entgehen, indem sie Gelder schnell zwischen mehreren Konten hin und her transferieren. Häufig nutzen Kriminelle auch die Konten ahnungsloser Zivilisten, beispielsweise durch Liebes- und Anlagebetrug.
Finanzinstitute haben sich bei der Erkennung dieser illegalen Muster weitgehend auf halbmanuelle Methoden oder hauseigene KI-Lösungen verlassen, doch diese basieren typischerweise auf ihren eigenen Daten und bieten nicht die ganzheitliche Perspektive auf Netzwerkebene, die erforderlich ist, um solch weitreichende kriminelle Aktivitäten aufzuspüren. Oftmals dauern Ermittlungen Wochen. Um diesem Problem zu begegnen, entwickelte Mastercard TRACE, das mithilfe modernster Datenwissenschaftstechniken potenziell betrügerische Transaktionsmuster in einem Zahlungsnetzwerk aufspürt und Banken proaktiv über verdächtige Konten informiert. TRACE integriert kritische Datenpunkte aus einem gesamten inländischen Netzwerk, um Geldwäscher zu identifizieren, die an Finanzkriminalität (wie Betrug, Abzocke usw.) beteiligt sind, und bietet Finanzinstituten so eine Netzwerkperspektive, die sie sonst nicht hätten.
Mastercards erste Einführung von TRACE im asiatisch-pazifischen Raum erfolgte auf den Philippinen in Zusammenarbeit mit dem lokalen Interbankennetzwerk BancNet (dem Switch-Betreiber des lokalen RTP-Dienstes InstaPay), wobei BancNet bereits 36 inländische Banken angebunden hatte. Die Lösung ermöglicht es den teilnehmenden Finanzinstituten, schnell und umfassend über das RTP-System verteilte illegale Gelder zurückzuverfolgen, Geldwäscheaktivitäten im gesamten Netzwerk zu identifizieren und proaktiv auf verdächtige Geldwäschekonten hinzuweisen – all dies wird es ihnen ermöglichen, das neue Anti-Financial Account Scamming Act (AFASA) des Landes besser einzuhalten.
„Die Einführung von TRACE im asiatisch-pazifischen Raum ist ein entscheidender Schritt hin zur Sicherung der Integrität von Echtzeitzahlungen und zur Bekämpfung der schädlichen Auswirkungen von Finanzkriminalität“, sagte Matthew Driver, Executive Vice President Services, Asien-Pazifik, Mastercard. „Durch die Gewährleistung sicherer und gesetzeskonformer Transaktionen trägt TRACE zum Schutz von Verbrauchern und Finanzinstituten bei und fördert gleichzeitig das Vertrauen in die digitale Wirtschaft – was für das Wirtschaftswachstum der Region von entscheidender Bedeutung sein wird.“ Mastercard ist stolz darauf, mit BancNet bei der Pilotphase auf den Philippinen zusammengearbeitet zu haben und ist bereit, mit weiteren Akteuren in der Region zusammenzuarbeiten, um TRACE umzusetzen und so ein stärkeres und widerstandsfähigeres globales Finanzsystem zu schaffen.“
„Da Betrugsmaschen immer raffinierter werden, sind fortschrittliche, technologiegestützte Präventions- und Überwachungsmöglichkeiten von entscheidender Bedeutung.“ „Unsere Partnerschaft mit Mastercard und die Nutzung von TRACE geben uns und den Netzwerkteilnehmern die nötigen Informationen, um Betrug schneller zu erkennen und so die Betrugsprävention präziser und effektiver zu gestalten“, sagte Emmie Reyes, Chief Executive Officer von BancNet.
TRACE ist die erste Netzwerklösung für RTP-Systeme, die entwickelt wurde, um Geldwäscher proaktiv zu identifizieren und die Verteilung von Geldern nachzuverfolgen. TRACE ist netzwerkunabhängig und kann schnell und effektiv in den Zahlungsnetzwerken der Region implementiert werden. Dadurch werden Kunden vor Betrug und Abzocke geschützt und gleichzeitig regulatorische Verpflichtungen unterstützt.
Das Vereinigte Königreich ist der einzige andere Markt weltweit, der TRACE implementiert hat. Die Lösung wurde 2018 von Mastercard eingeführt und wird mittlerweile von 21 Finanzinstituten und Tier-1-Banken genutzt. Sie deckt 90 Prozent des britischen Faster Payments Service-Netzwerks ab. Seit seiner Einführung hat TRACE dazu beigetragen, Tausende von Geldwäschekonten zu identifizieren und hilft weiterhin jeden Monat dabei, Hunderte neuer Geldwäschekonten aufzudecken.
Über Mastercard
Mastercard stärkt Volkswirtschaften und gibt Menschen in über 200 Ländern und Gebieten weltweit neue Möglichkeiten. Gemeinsam mit unseren Kunden bauen wir eine widerstandsfähige Wirtschaft auf, in der alle erfolgreich sein können. Wir unterstützen eine breite Palette digitaler Zahlungsmethoden und gestalten Transaktionen sicher, einfach, intelligent und zugänglich. Unsere Technologie und Innovationskraft, unsere Partnerschaften und Netzwerke bilden die Grundlage für ein einzigartiges Angebot an Produkten und Dienstleistungen, die Menschen, Unternehmen und Regierungen dabei helfen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.