wurde von Dajana als Business Incubator gegründet.
In der Welt von Web3 und künstlicher Intelligenz ist Dajana Eder nicht nur eine Expertin, sondern auch die treibende Kraft hinter wegweisenden gesellschaftlichen Veränderungen, denn wie so oft sind technische Branchen, so auch diese, männlich dominiert. Als Gründerin der WOM3N.dao, einem Business Inkubator für Frauen und Non-binary, die in Web3 gründen wollen, steht sie regelmäßig auf Bühnen und unter anderem Unternehmen beratend zur Seite. So ist sie auch kreativer Geist hinter der THE BELLE BLOCK - I AM WEB3 Kampagne für Mastercard Deutschland. Denn sie sieht nicht nur die technologischen Entwicklungen, sondern auch die sozialen Chancen, die sich für DEI (Diversity, Equity & Inclusion) eröffnen.
TBB: Dajana, erzähl uns von deinem Werdegang. Denn mit einer klaren Vision setzt du dich nicht nur für die Ermächtigung von Frauen in der Tech-Branche ein, sondern auch für die Schaffung eines Bewusstseins für Diskriminierung z.B.: im Einsatz von KI-Technologien oder neuer Web3 Projekte und Produkte.
Dajana: Mit meiner Karriere, die vor mehr als einem Jahrzehnt als Freiberuflerin begann, konzentrierte ich mich zunächst auf den Aufbau von Communitys und Marken im Bereich Web2. Über die letzten 12 Jahre hinweg habe ich als Beraterin für internationale Marken gearbeitet, darunter Unternehmen aus den Bereichen Automobil, Fintech und Lifestyle. Dabei habe ich inklusive Kommunikationsstrategien entwickelt. Im Jahr 2019 verlagerte sich mein Fokus auf das Personal Branding für Frauen und marginalisierte Gruppen. Ich gründete feminis[t]hinking und arbeitete als systemische Coach. Im Jahr 2021 tauchte ich in das sogenannte Rabbit Hole des Web3 ein und sah einen Mangel an Vielfalt. Trotz des Potenzials von Blockchain-Technologien für die Gleichberechtigung spiegelt es weiterhin die ungelösten Probleme unserer realen Welt wider. Ich erkannte, dass wir gesellschaftlich Verantwortung übernehmen müssen, um diese Lücken zu schließen und für eine gleichberechtigte Vertretung zu sorgen. So kam es zur Gründung der WOM3N.dao.
TBB: Als Gründerin der WOM3N.dao hast du dich stark für die Förderung von Frauen und nicht-binären Personen in der Web3-Branche eingesetzt. Wie siehst du die Fortschritte in Bezug auf die Vertretung von Frauen in dieser Branche, und was glaubst du, kann getan werden, um diese weiter zu fördern?
Dajana: WOM3N.dao wurde ursprünglich als Community gegründet, in der ich meine Learnings aus internationalen Seminaren auf Deutsch geteilt habe. Nach einigen Events, Workshops und Vorträgen habe ich Ende 2022 entschieden, eine DAO (Decentralized Autonomous Organisation) als Business Incubator zu gründen. Hierfür vertraue ich nach wie vor auf den Support und die Expertise von Q-Blockchain, die in Liechtenstein ansässig sind. Gemeinsam mit meinem Team, Meggie Jaworski (Managing Partner), Dr. Nike Schmidt (Web3 Rechtsanwältin) und Ulrike Exner (Development), haben wir somit die erste DAO rechtskräftig in Deutschland gegründet und kümmern uns nun um die Hervorbringung unterschiedlichster Projekte, Produkte und Unternehmen bzw. bringen selbst unter dem Slogan “Proof-of-Work” solche hervor. P.S.: P-o-W ist übrigens eine Validierungsmethode auf der Blockchain und für uns somit ein Insider-Wortspiel.
TBB: Erkläre DAO in einem Satz!
Dajana: Eine DAO ist eine dezentrale, über eine Blockchain autonom organisierte Vereinigung an Menschen, die gemeinschaftliche Entscheidungen im Sinne eines Regelwerks, die transparent über die Blockchain einsehbar sind, treffen. Zentraler Bestandteil sind sogenannte Smart Contracts.
TBB: Könntest du uns mehr über die Projekte und Initiativen der WOM3N.dao erzählen, die dazu beitragen sollen, die Vielfalt in der Web3-Branche zu stärken?
Dajana: Es hilft nicht, Frauen und Non-Binary Wissen beizubringen, wenn das Angebot nicht inklusiv gedacht ist. Deshalb konzentrieren wir uns auf Gründungen und unterstützen diese mit Know-how und auch finanziell. Ein Unternehmen, mit dem wir sehr eng arbeiten, ist FEMALE PLEASURE SOCIETY, das sich darauf konzentriert, über Sexualität aufzuklären und diese Inhalte auch ins Metaverse zu bringen. Mittlerweile gibt es einen informativen Instagram Channel, in dem die Gründerin Vanessa Schäfer wichtige Inhalte teilt und auch fünf Produkte für Sexual Wellbeing. Zudem ist Vicktoria Klich Teil unserer DAO und als Co-Gründerin des w3.fund eine wichtige Bezugsperson in Finanzierungsfragen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist es, Frauen mit ihren Expertisen sichtbar zu machen und öffentlich wirksam zu positionieren bzw. ihre Expertise in Freelance-Projekten zu verkaufen.
wurde von Dajana als Business Incubator gegründet.
TBB: Kannst du uns mehr darüber erzählen, wie die I AM WEB3 Kampagne entstanden ist und welche Ziele du mit dieser Kampagne verfolgst?
Dajana: Entweder höre ich Aussagen wie: “Wir konnten keine Frau für dieses Panel finden!” oder “Wir brauchen noch eine Quotenfrau für das Panel!” Das verärgert mich, denn wir haben Expertisen und von uns gibt es viele. Mit Mastercard und vor allem THE BELLE BLOCK habe ich die Chance gesehen, Frauen Sichtbarkeit zu geben und sie als Expertinnen zu positionieren. Zudem wollen wir zeigen, dass Web3 keine Rocket Science ist und wir alle Quereinsteigerinnen sind. Ich will mit I AM WEB3 Geschichten erzählen und die Technologie erlebbar machen.
TBB: Wie hat sich deine Erfahrung als Systemische Coach auf deine Herangehensweise an die Förderung von Frauen und marginalisierten Gruppen in der Tech-Branche ausgewirkt?
Dajana: Wir müssen bei der Frage um Sichtbarkeit, in der Persönlichkeit ansetzen und hinterfragen, welche limitierenden Glaubenssätze und welche Antreiber internalisiert wurden. Denn, wer gelernt hat, angepasst und ruhig zu sein, wird sich nicht im Rampenlicht sehen. Zudem hilft es, Methoden aus dem Systemischen Coaching in der Projektentwicklung anzuwenden. Ich arbeite also immer auf einer persönlichen und auf einer professionellen Ebene.
TBB: Welche Ratschläge würdest du Frauen und non-binary Personen geben, die Interesse an einer Karriere in der Web3-Branche haben, insbesondere vor dem Hintergrund deiner eigenen Erfahrungen?
Dajana: Am wichtigsten ist mir hier die Betonung darauf, dass Diskriminierung aus patriarchalen gesellschaftlichen Strukturen entsteht und wir das als solches anerkennen müssen. Denn “Einfach machen” ist leichter gesagt als getan. Und dann will ich sagen: “Einfach machen!” Fang dort an, wo du jetzt bist. Öffne ChatGPT und erzähl der AI, wer du bist, worin deine Interessen liegen und frag, welche Chancen die Künstliche Intelligenz für dich sieht. Somit lernst du im Dialog, wie du ChatGPT für dich verwendest und bekommst ein für dich stimmiges Angebot an Möglichkeiten. Wenn dir dieser Vorschlag gefallen hat, dann komm auf jeden Fall immer wieder auf diese Website zurück, schau dir die Portraits an, probiere unsere Trials aus und komm zu unseren Online- und Offline-Events. Wir sind bald auch in deiner Stadt.
TBB: Woran arbeitest du zur Zeit?
Dajana: Ich habe ein Programm entwickelt, das dir dabei hilft, deine Personal Brand mit Hilfe von ChatGPT zu entwickeln. Dies ist mein Beitrag, Gender Diversity sichtbarer zu machen und gleichzeitig Emerging Tech, insbesondere die Anwendung von KI, zu vermitteln, via dajanaeder.xyz
In der Welt von Web3 und künstlicher Intelligenz ist Dajana Eder nicht nur eine Expertin, sondern auch die treibende Kraft hinter wegweisenden gesellschaftlichen Veränderungen, denn wie so oft sind technische Branchen, so auch diese, männlich dominiert. Als Gründerin der WOM3N.dao, einem Business Inkubator für Frauen und Non-binary, die in Web3 gründen wollen, steht sie regelmäßig auf Bühnen und unter anderem Unternehmen beratend zur Seite. So ist sie auch kreativer Geist hinter der THE BELLE BLOCK - I AM WEB3 Kampagne für Mastercard Deutschland. Denn sie sieht nicht nur die technologischen Entwicklungen, sondern auch die sozialen Chancen, die sich für DEI (Diversity, Equity & Inclusion) eröffnen.