6. Oktober 2025
Sieben von zehn Europäern geben an, dass sie sich mehr Sorgen um die Cybersicherheit machen als noch vor zwei Jahren, und zwei Drittel glauben, dass der Schutz persönlicher Daten im Internet schwieriger ist als die Sicherung des eigenen Zuhauses. Cybersecurity wird sogar zum Gesprächsthema beim Abendessen: Etwas mehr als die Hälfte (53 %) der Europäer denkt mindestens wöchentlich darüber nach, und fast die Hälfte hat im vergangenen Monat zu Hause darüber gesprochen.
Bis 2029 wird Cyberkriminalität die Weltwirtschaft voraussichtlich 15,6 Billionen US-Dollar kosten, was sie zur drittgrößten Volkswirtschaft der Welt macht — und sie wächst weiter, da die weite Verbreitung von KI-Tools Betrugsmaschen verstärkt und Angriffe beschleunigt.
Werfen wir einen Blick auf einige der wichtigsten Ergebnisse der Umfrage:
Betrug gehört für Millionen Menschen in ganz Europa zum Alltag. Tatsächlich haben fast vier von fünf Verbrauchern (77 %) im vergangenen Jahr einen Betrugsversuch erlebt. Betrugsmaschen gibt es in allen Formen und Größen: Betrug im Online-Handel (32 %), Anlage- und Kryptowährungsbetrug (27 %), Versuche von Identitätsdiebstahl (25 %), Romance- oder Dating-Scams (24 %), Reise- und Ticketbetrug (19 %).
Und obwohl keine Gruppe immun ist, sind jüngere Menschen besonders gefährdet: Unter der Gen Z haben sich 41 % der Betroffenen tatsächlich auf einen Betrugsversuch eingelassen.
Auf die Frage, welche Maßnahmen sie ergreifen, um sich vor Betrug zu schützen, gaben Angehörige der Generation Z seltener als ältere Altersgruppen an, den Absender vor dem Öffnen von E-Mails zu prüfen oder Sicherheitssoftware und -tools zu verwenden. Boomer hingegen aktivierten seltener eine biometrische Authentifizierung für ihre Apps oder digitalen Konten und überprüften oder passten seltener ihre Datenschutzeinstellungen an.
Experten weisen darauf hin, dass Betrug, insbesondere Romance Scams, weitgehend nicht gemeldet wird, da sich die Opfer aufgrund des emotionalen Verrats schämen und Freunde, Familie oder sogar Behörden ihnen oft die Schuld geben. Unsere Umfrage bestätigt dieses Stigma: Mehr als die Hälfte würde sich schämen, wenn sie Opfer von Betrug würde, und 44 % wäre es peinlich, darüber zu sprechen. Ein kleinerer Prozentsatz (31 %) gibt an, dass sie andere in der gleichen Situation verurteilen würden.
Auch hier gab es einen Generationenunterschied: Etwa die Hälfte der Gen Z und der Millennials vertraute KI mehr als einer von Menschen überwachten Sicherheit, verglichen mit 36 % der Gen X und 25 % der Boomer – und die Gen Z war am optimistischsten, dass KI die Identitätsprüfung und den Betrugsschutz in den nächsten fünf Jahren verbessern könnte.
Und eine der größten Veränderungen, die wir beobachten, ist die Rolle der künstlichen Intelligenz bei Betrugsmaschen. Die Sorge vor KI ist weit verbreitet – von der Möglichkeit, dass KI-Systeme gehackt und gegen ihre Nutzer eingesetzt werden, über automatisierte groß angelegte Cyberangriffe bis hin zu KI-generiertem Voice-Cloning für betrügerische Anrufe oder überzeugenden, durch KI erstellten Phishing-E-Mails.
Drei Viertel der Europäer stimmten der Aussage zu, dass „KI es unmöglich machen wird, online zwischen echt und gefälscht zu unterscheiden“, und nur 8 % der Befragten sind sehr zuversichtlich, KI-generierte Bedrohungen oder Betrugsmaschen erkennen zu können. Ihre größte Sorge im Zusammenhang mit KI und Cybersicherheit ist, dass Kriminelle diese nutzen, um ausgefeiltere Angriffe durchzuführen (36 %).
Obwohl die Risiken hoch sind, ergreifen viele Europäer proaktive Maßnahmen, um sich zu schützen: Software und Apps auf dem neuesten Stand halten (65 %), Absenderdetails vor dem Öffnen von E-Mails prüfen (65 %), starke Passwortpraktiken anwenden (60 %) oder unbekannte Mitteilungen verifizieren (61 %). Trotz dieser Bemühungen wächst der Bedarf an Bildung: Zwei Drittel (67 %) geben an, dass sie sich eine formale Ausbildung oder Schulung zum Umgang mit Betrugsmaschen wünschen.
Im Laufe der Jahre hat Mastercard sein Engagement für Cybersicherheit durch Übernahmen, modernste Tools und strategische Partnerschaften verstärkt — und seit 2018 mehr als 10,6 Milliarden US-Dollar in Cybersicherheitsinnovationen investiert. Kürzlich hat Mastercard Recorded Future übernommen, das weltweit größte Unternehmen für Threat Intelligence. Mastercard setzt sich dafür ein, einen höheren Vertrauensstandard im Zahlungsökosystem zu schaffen und Cybersicherheit zu demokratisieren, um neue Geschäftsmöglichkeiten zu eröffnen.
Die Suite an Cybersecurity-Diensten konzentriert sich auf die Bewertung von Cyberrisiken, die Bereitstellung von KI und anderen technologiegestützten Innovationen zum Schutz der digitalen Umgebung sowie auf kontinuierliche Fortschritte, um Vertrauen für Menschen und Unternehmen auf der ganzen Welt zu schaffen.
Im Mittelpunkt dieser Bemühungen steht das European Cyber Resilience Center (ECRC), ein Zentrum für die Zusammenarbeit im Bereich Cybersicherheit und Thought Leadership. Das ECRC vereint den öffentlichen und privaten Sektor, um das Netzwerk von Mastercard zu schützen, Kunden abzusichern und regulatorische Partnerschaften zu stärken. Durch gemeinsame Bedrohungsanalysen, fortschrittliche Analytik und die Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden treibt das ECRC eine einheitliche Verteidigung gegen Cyberbedrohungen voran.