COVID-19 beschleunigt technologische Innovationen im Wintersport

21. Januar 2021 | Zürich | Von Juliane Schmitz-Engels
Wintersportexperten prognostizieren vor dem Hahnenkamm-Rennen die Zukunftstrends der Branche und die Auswirkungen von COVID-19

COVID-19 wird auch die Wintersportindustrie technologisch verändern. In einer neuen Studie* prognostizieren mehr als die Hälfte (56 %) der befragten Wintersportexperten, dass sich die Branche trotz der aktuellen Herausforderungen langfristig technologisch weiterentwickeln und digitalisieren wird. Bis zum Jahr 2025 werden laut der Studie insbesondere bequemere und komfortablere Lösungen für Skifahrer und Urlauber (56 %) ermöglicht und solche, die das Training, die Vorbereitung und Erholung der Athleten (54 %) verbessern sowie die Skilifttechnologie optimieren, um die Verbreitung von Viren zu minimieren (41 %).

Nutzung von kontaktloser Technologie wird weiter ansteigen

73 % (2019: 62 %) der befragten Experten prognostizieren zudem, dass auch in Wintersportgebieten die Nutzung von kontaktlosen Technologien weiter zunimmt – von Zahlungen, Essensbestellungen, über den Skiverleih bis hin zu Hotel-Check-Ins.

Wintersport-Equipment wird smarter

Auch die Ausrüstungshersteller investieren weiter in Forschung und Entwicklung. Neuartige Materialien werden dabei die grössten Veränderungen ausmachen. Dazu gehören intelligenter Schutz mit GPS-Trackern, die Messung biometrischer Daten der Skifahrer bis hin zu neuartigen Isoliermaterialien für wärmere und dennoch leichtere Skibekleidung.

Virtuelle Sportereignisse werden zunehmen und Raum für inklusive Lösungen bieten

Einen weiteren Bereich, in dem die Experten bis zum Jahr 2025 Fortschritte sehen, ist eSports. 37 % der befragten Experten sind der Meinung, dass virtuelle Pisten für Menschen auf der ganzen Welt geöffnet haben werden - auch dort, wo Skifahren von Natur aus nicht möglich ist. Neben der geografischen Erweiterung des Wintersports, ermöglichen virtuelle Sportereignisse inklusive Erlebnisse. So prognostizieren 43 % der Experten, dass Simulationen einen positiven Einfluss auf die Barrierefreiheit haben werden, da mehr Menschen mit einer Behinderung den Sport virtuell erleben können.

Prof. Sascha L. Schmidt, Direktor und Lehrstuhlinhaber, Center for Sports and Management, WHU – Otto Beisheim School of Management, sagt: „Kontaktlose Technologien werden auch in der Wintersportbranche bald Standard sein. Spannend wird die Entwicklung hin zum smarten, personalisierten Erlebnis durch Technologie, wie zum Beispiel Head-up-Displays im Helm, die Fahrer mit individuellen Routenplänen versorgen, die auf die Fähigkeiten und Vorlieben des Benutzers zugeschnitten sind oder Sensoren im Skischuh, die den Fahrern dabei helfen, ihre Technik zu verbessern. Hier werden in den nächsten Jahren viele spannende Innovationen auf uns zukommen, die Skifahrern ein noch sichereres und besseres Erlebnis bieten werden.“

Helmut Holzer, Director Anticipation and Advanced Research bei Atomic Ski, sagt: „Wir sehen noch Potential im Bereich integrierter Messsysteme direkt am Equipment, vor allem für Profiathleten. Rückmeldungen der Athleten wie "etwas fehlt noch hier oder es ist instabil dort" könnten wir damit verifizieren. Teilweise ist es sogar schwierig das Verhalten des Equipments überhaupt in Worte zu fassen, auch dort erhoffen wir uns Erkenntnisse durch integrierte Messsysteme. Im Amateurbereich geht es viel um Individualisierung. Für jeden Sportler das individuell passende Produkt zu finden – zum Beispiel bei unterschiedlichen Performance Level im gleichen Produkt – ist eine Herausforderung. Zu guter Letzt wird Nachhaltigkeit noch wichtiger werden. Klimafreundlichere Materialien werden zunehmen, zum einen, um der Nachfrage danach gerecht zu werden, zum anderen, um regulatorische Vorgaben einzuhalten, unter anderem von der EU.“

Jeannette Liendo, Senior Vice President Marketing Europe bei Mastercard, sagt: „Das Jahr 2020 war aufgrund der Pandemie beispiellos, gleichzeitig hat sich die technologische Innovation noch weiter beschleunigt. Mit Blick auf die vor uns liegende Saison wird sich die Branche weiter erholen, insbesondere, indem sie neue Technologien in hohem Tempo einführt."

Mastercard ist seit dem Jahr 2016 Sponsor der Hahnenkamm-Rennen. Dieses Jahr finden die Rennen vom 22. bis 24. Januar 2021 statt. Das Event wird in diesem Jahr nur über ausgewählte TV-Kanäle bzw. Livestream zu sehen sein.

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Juliane Schmitz-Engels, Head of Communications Germany and Switzerland

Über die Studie

*Die Studie wurde vom Center for Sports and Management der WHU - Otto Beisheim School of Management im anonymen Delphi-Format durchgeführt. Autoren der Delphi-Studie sind: Prof. Dr. Sascha L. Schmidt, Nicolas Frevel, Sebastian Flegr und Daniel Beiderbeck.

Die Studie wurde mit 53 internationalen Wintersport-Experten durchgeführt, die zwischen 25 und 65 Jahren alt sind. Zu den Teilnehmern gehörten Akademiker, Athleten, Funktionäre, Medienvertreter, Ressortmanager und Führungskräfte aus der Sporttechnologie.
Die letztjährige Studie, die von Mastercard in Auftrag gegeben wurde, finden Sie hier.

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