Neue Studie von Mastercard: Corona-Pandemie beschleunigt die Digitalisierung der Banken

19. November 2020 | Zürich | Von Juliane Schmitz-Engels
  • COVID-19 hat das Nutzerverhalten der Bankkunden nachhaltig verändert: Jeder dritte Schweizer (33%) wickelt seit Ausbruch der Pandemie mehr Finanztransaktionen online oder per App ab
  • Trend zu Online- und Mobile-Banking hält an: 64% der Schweizer überlegen zu einer Digitalbank zu wechseln
  • Bereits jeder vierte Schweizer nutzt bankenunabhänige und kontoübergreifende Apps, um einen besseren Überblick über die Finanzen zu haben

COVID-19 hat das Nutzungsverhalten der europäischen Bankkunden nachhaltig verändert. Jeder dritte Schweizer (33%) wickelt seit Ausbruch der Pandemie Finanztransaktionen häufiger online oder per App ab, europaweit sind es 42% der Befragten. Das zeigt die aktuelle Mastercard-Studie «Evolution of Banking», die die Trends im digitalen Bankwesen in zwölf europäischen Märkten untersuchte. 

Loyalität gegenüber Hausbanken sinkt weiter

Der Wandel zeigt sich auch in der sinkenden Loyalität der Schweizer Bankkunden: Während die Schweizer im vergangenen Jahr mit 58% noch zu den loyalsten Bankkunden gehörten, möchten im Jahr 2020 nur noch knapp ein Drittel (31%) bei ihrer Hausbank bleiben. Inzwischen können sich fast zwei Drittel der Schweizer (64 %) einen Wechsel zu einer Digitalbank vorstellen.

Banken und traditionelle Finanzinstitute punkten bei Vertrauenswerten

Wenn auch die Loyalität der Schweizer gegenüber ihrer Hausbank im Jahresvergleich nachgelassen hat, glaubt mit 88% die Mehrheit von ihnen daran, dass es in zehn Jahren immer noch traditionelle Finanzinstitute geben wird. Aktuell wird in der Schweiz der Bankberatung nach wie vor mit 66% am meisten Vertrauen geschenkt, wenn es um die Verwaltung des eigenen Geldes geht, gefolgt von Freunden und Familie mit 36%.

Mobile Banking-Lösungen legen zu

Seit 2019 stark zugelegt hat das Vertrauen in die beratenden Funktionen von Apps aus dem Finanzbereich, also von traditionellen Finanzinstituten sowie von reinen Digitalbanken: Vergangenes Jahr vertrauten lediglich 6% der Schweizer ihre Geldfragen einer mobilen Banking-Lösung an, in 2020 sind es bereits 22%.

Eine Hinwendung zu den Dienstleistungen von reinen Digitalbanken zeigt sich in der Nutzung der Apps: 36% aller Schweizer nutzen bereits Banking-Apps von reinen Digitalbanken, im vergangenen Jahr waren es erst 14%. In Europa hat die Nutzung digitaler Bankdienstleistungen zwischen den Jahren ebenfalls von 20% auf 30% zugelegt. Auch die Apps von traditionellen Banken erfreuen sich grosser Beliebtheit, 54% der befragten Schweizer nutzen sie, europaweit sind es 58%.

Daniela Massaro, Country Managerin von Mastercard Schweiz, sagt: «Die Beschleunigung der Digitalisierung schlägt sich sichtbar auch im Banking- und Zahlungsbereich nieder. Kunden wollen jetzt digitale Produkte, die einfach, schnell und smart sind, dabei ihrem Lifestyle entsprechen. Wir bei Mastercard setzen dafür auf starke Partnerschaften, welche die alltäglichen Banking- und Zahlungserlebnisse von Konsumenten verbessern.»

Ansprüche an digitale Banking-Services verändern sich

Durch die zunehmende Akzeptanz und Nutzung der Online- und Mobile-Banking-Services verändern sich die Ansprüche der Konsumenten: Als grösste Vorteile von digitalen Banking-Lösungen erachten 62% der Schweizer die Zeitersparnis und mit 57% die einfache Handhabung. Diese Kriterien rangierten bereits im vergangenen Jahr auf den Spitzenplätzen, dort wurde ihnen allerdings mit 66% bzw. 62% mehr Wichtigkeit beigemessen. Im Vergleich zum Vorjahr legen die Schweizer Nutzer inzwischen wesentlich mehr Wert auf die Lifestyle-Eigenschaften einer Bankdienstleistung (41%, + 16 Prozentpunkte ggü. 2019), eine hohe Verfügbarkeit (44%, + 15 Prozentpunkte ggü. 2019) sowie die Kosteneffizienz (29%, + 6 Prozentpunkte ggü. 2019) ihrer digitalen Plattformen. Wichtigstes Kriterium für die Nutzung einer digitalen Banking-Lösung bleibt für die Hälfte der Schweizer die Sicherheit (Europa 51%). Dieser Anspruch wurde 2019 in der Schweiz und in Europa mit 67% noch deutlich stärker vertreten.

Open Banking: Starkes Interesse an kontoübergreifenden Apps

Open Banking hat das Potential erhebliche Vorteile für Konsumenten, Banken und Firmenkunden zu ermöglichen. Aufgrund der Etablierung von Open Banking in der EU gewinnt das Thema auch in der Schweiz zunehmend an Bedeutung. Es ermöglicht Anbietern von Apps und anderen autorisierten Drittanbietern auf die Informationen von Banken zuzugreifen und den Kunden so neue digitale Services anzubieten – immer mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden. 59% der Schweizer kennen bereits Open Banking, was einen Zuwachs von 24 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr ausmacht. Bereits jeder vierte Schweizer nutzt dank Open Banking bankenunabhängige und kontoübergreifende Apps, um einen besseren Überblick über seine Finanzen zu haben, europaweit sind es 22%. 35% der Schweizer würden so ein Angebot nutzen, stünde es ihnen zur Verfügung (Europa 37%).

Mastercard: Der Digital-Banking-Partner der Wahl

Auch im Jahr 2020 bleibt Mastercard der bevorzugte Partner für Finanzinstitute, die digitale Lösungen anbieten. Mastercard Europe arbeitet europaweit mit mehr als 60 Digitalbanken zusammen und deckt damit 80 Prozent des gesamten Fintech- und Paytech-Sektors ab – eine Verdopplung gegenüber dem Jahr 2018. 

In der Schweiz ist neon ein wichtiger Partner von Mastercard. Das 2019 gegründete Fintech ist selbst keine Bank, sondern stellt eine Konto-App zur Verfügung, die das Angebot an Leistungen und Services einer Bank abbildet. «Neon steht exemplarisch für die stärker werdende Akzeptanz der Schweizer gegenüber Fintechs. Neon hat seit seiner Gründung rund 40'000 Neukunden gewonnen. Dies verdanken wir mitunter der starken Partnerschaft mit Mastercard, in der wir im April 2019 die erste neon Mastercard lanciert haben. Aktuell unterstützt uns Mastercard in einem Tokenisierungs-Projekt, wobei wir von der Effizienz des Unternehmens stark profitieren. Als junges Fintech können längere Verzögerungen in der Produktentwicklung über make or break entscheiden, womit wir umso überzeugter sind, dass wir mit Mastercard den für uns optimalen Partner gefunden haben», sagt Jörg Sandrock, Mitgründer von neon. 

Klicken Sie auf die folgenden Links BnextBunqCurveMoneseOrange BankPayneticsRebellionStocardTreezor und Vanta, um die Fallstudien einiger weiterer Digital Banking-Partner zu lesen.

*Über die europäische «Evolution of Banking»-Studie

Nach einer ähnlichen Studie aus dem Jahr 2017 und 2019 in elf Ländern wurde diese aktuelle Studie vom 18.9.2020 bis zum 27.9.2020 von Finer Weston Data Analysis im Auftrag von Mastercard durchgeführt. 9.605 Personen aus den folgenden zwölf Märkten haben an der Befragung teilgenommen: Bulgarien (400), Deutschland (1.000), Frankreich (1.000), Grossbritannien (1.001), Irland (1002), Italien (1.000), Niederlande (1.000), Polen (400), Schweiz (402), Spanien (1.000), Russland (1.000) und Ungarn (400).

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Juliane Schmitz-Engels, Head of Communications Germany and Switzerland

Über Mastercard (NYSE: MA)www.mastercard.com

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