9. Mai 2024
Wenn Einwanderer Geld in ihre Heimatländer zurückschicken, bieten sie den Menschen, die sie am meisten lieben, eine Lebensader – oft an Orten, an denen Chancen knapp sind. Diese Zahlungen, sogenannte Überweisungen, sind wichtig, aber komplex. Dies liegt zum Teil an der alten Infrastruktur, da viele Banken jahrzehntealte Systeme nutzen, was wiederum den Geldfluss im Ausland länger und teurer macht.
Dasselbe gilt für andere Arten grenzüberschreitender Zahlungen, zu denen Zahlungen von einem Land zum anderen und oft von einer Währung zu einer anderen gehören. Ob es sich nun um ein Unternehmen handelt, das Materialien im Ausland einkauft, oder um ein Student, der Studiengebühren für ein Auslandsstudium zahlt – viele kämpfen mit diesem veralteten System, dem es an Geschwindigkeit, Transparenz und Sicherheit mangelt. Und außerhalb etablierter Handelskorridore wie zum Beispiel die USA und Mexiko kann es noch schwieriger sein, weil einige Länder ihre Zahlungsinfrastruktur noch digitalisieren.
Diese Hindernisse sind angesichts der jüngsten Trends ein erhebliches Anliegen. Nicht nur erlebt die Welt globale Migration, sondern auch der Handel hat sich nach der Pandemie erholt, wobei der Wandel zur Digitalisierung neue Chancen eröffnet. "Zu einer Zeit nutzten kleine Unternehmer ausschließlich lokale Ressourcen und verkauften nur an leicht erreichbare Personen", sagt Alan Marquard, Leiter der Transferlösungen bei Mastercard. "Nicht mehr."
Um mit der wachsenden Globalisierung Schritt zu halten, benötigen große und kleine Unternehmen sowie Banken, ihre Kunden und Verbraucher sichere, schnelle und bequeme Möglichkeiten, Geld international zu überweisen – selbst wenn sie in schwer erreichbaren Märkten tätig sind. Sie müssen außerdem mehrere Möglichkeiten haben, wie Menschen Geld erhalten, sei es Bankkonten, mobile Geldbörsen, Karten oder Bargeldauszahlungsorten.
Laut der globalen Mastercard-Umfrage von 2023 "Borderless Payments" gab mehr als ein Drittel der Befragten an, dass ihre Familien zu Hause nur begrenzte Möglichkeiten haben, auf das Geld zuzugreifen, das sie überwiesen haben, wobei fast jeder Vierte angab, dass ihre Angehörigen einen weiten Weg reisen müssen, um an ihre Gelder zu gelangen.
"Durch die Eröffnung neuer Zahlungskorridore können mehr Absender mehr Empfänger erreichen, selbst wenn diese nicht bankgebunden sind oder in abgelegenen Gegenden wohnen", sagt Marquard. "Das ermöglicht es Volkswirtschaften, zu florieren und kleinen Unternehmen und sogar Einzelpersonen am globalen Handel teilzunehmen."
Der Bau dieser Korridore ist jedoch äußerst kompliziert, da jedes Land seine eigenen Vorschriften hat, die eingehalten werden müssen. Es kann Jahre an Arbeit dauern, die verschiedenen Frameworks zu verstehen und zu navigieren, und erfordert ein Produkt, das an jedes angepasst werden kann. Für kleinere Finanzinstitute und solche mit älterer Infrastruktur kann es schwierig sein, die Kundenanforderungen nach günstigen, sicheren und schnellen grenzüberschreitenden Transaktionen zu erfüllen.
Deshalb beschleunigt Mastercard seine Bemühungen, mehr Menschen und Unternehmen durch sein Geldtransfer-Lösungsportfolio Mastercard Move mit Vertrauen zu befähigen. Durch die Kombination der über Jahrzehnte aufgebauten Beziehungen zu Banken und anderen Gelddienstleistern mit den neuesten Entwicklungen in Digitalisierung und Cybersicherheit reicht die Reichweite des Unternehmens nun über mehr als 180 Länder und über 150 Währungen. Es hat Zugang zu mehr als 95 % der weltweit bankgebundenen Bevölkerung und reicht mit der Bargeldabholung zu den Milliarden weiteren, die unbankfähig sind.
Mastercard Move hilft Banken und anderen Finanzdienstleistern, mehr Möglichkeiten zu bieten, Länder mit einer begrenzteren Finanzinfrastruktur zu erreichen, darunter Karten, Konto-zu-Konto-, mobile Geldbörsen und Barzahlungen, um letztlich mehr Menschen zu erreichen. So hat beispielsweise Verituity, das Banken, Unternehmen und Zahlungsempfänger mit verifizierten Auszahlungen verbindet, Mastercard Move in seine Zahlungsplattform integriert, um inländische und internationale Zahlungsauszahlungen für Geschäftsbanken und Zahler zu ermöglichen.
Und Mastercard hat kürzlich mit Alipay, Chinas führender digitaler Plattform, zusammengearbeitet, um internationale Zahlungen für Alipay-Nutzer nahezu in Echtzeit zu ermöglichen und so Absendern eine effiziente und bequeme Möglichkeit zu bieten, die Hunderte Millionen Nutzer in China zu erreichen.
In Afrika kann Mastercard Move 25 Länder für Bargeldauszahlungen und 28 Länder für mobile Geldbörsen erreichen – die bevorzugte Methode für Afrikaner, um Gelder zu erhalten.
In vielen Ländern werden Verbraucher und kleine Unternehmen hauptsächlich von kleinen und mittelständischen Banken bedient, die möglicherweise nicht über die Ressourcen verfügen, um bequeme, kundenorientierte Erlebnisse wie Apps zu entwickeln, um grenzüberschreitende Zahlungen zu ermöglichen. Deshalb führte Mastercard einen neuen digitalen Dienst namens Cross-Border Services Express ein, damit diese Banken die digitalen Erwartungen ihrer Kunden schneller und einfacher erfüllen können.
Im Rahmen der fortgesetzten Bemühungen des Unternehmens, die beste grenzüberschreitende Reichweite weltweit zu entwickeln, hat Mastercard Move kürzlich auch grenzüberschreitende Zahlungen aus 17 neuen Herkunftsländern weltweit ermöglicht, darunter Argentinien, Kambodscha, Gambia, Mauritius, Montserrat und Usbekistan.
All dies soll ein Zahlungssystem modernisieren, das für Familien weltweit von großer Bedeutung ist und für kleine Unternehmen bahnbrechend sein könnte. "Ich glaube, wir haben die Verpflichtung, grenzüberschreitende Zahlungen für Menschen so einfach und sicher zu machen wie Online-Shopping", sagt Marquard. "Das ist für mich der Leitstern, wenn wir innovative Lösungen für Geldbewegungen entwickeln. Ich möchte sicherstellen, dass unsere Lösungen unseren Partnern ermöglichen, ihren Kunden Schnelligkeit, niedrige Kosten und Sicherheit zu bieten."