Deutsche gönnen sich Erlebnisse und erschwinglichen Luxus – Ausgaben werden in der Vorweihnachtszeit voraussichtlich um 3,1 % steigen
11. November 2025 | Frankfurt am Main | By Oliver Jonas
- Konsum mit Gefühl: Europäische Verbraucher:innen bevorzugen Mode, Kosmetik und Erlebnisse – statt Möbel oder Elektronik.
- Trend in Deutschland: Live-Events, Online-Luxusmode und hochwertige Lebensmittel prägen das Konsumverhalten.
- Wachstum trotz Vorsicht: Laut Mastercard Economics Institute werden die Einzelhandelsausgaben in Europa voraussichtlich um 3,1 % steigen – besonders stark in Ungarn, Polen, Spanien und Tschechien.
Laut aktuellen Daten von Mastercard SpendingPulse1 und den Prognosen des Mastercard Economics Institute wird der Einzelhandel in Europa in der Vorweihnachtszeit dieses Jahr (1. November bis 24. Dezember) voraussichtlich um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr wachsen – trotz gedämpfter Konsumstimmung. Auch in Deutschland zeigt sich: Verbraucher:innen setzen auf erschwingliche Genussmomente statt großer Anschaffungen.
Deutschland im Fokus:
- Live-Events besonders gefragt: Deutsche Konsument:innen geben mehr als andere Europäer für Veranstaltungen und Erlebnisse aus – ein klarer Trend zur emotionalen Wertschätzung in der Weihnachtszeit.
- Luxusmode online im Aufwind: In Deutschland haben High-End-Mode- und Schuhhändler ihren Anteil am Online-Modemarkt deutlich gesteigert, was auf eine wachsende Nachfrage nach Qualität und Stil im digitalen Raum hinweist.
- Lebensmittel mit Premium-Faktor: Deutsche geben in der Vorweihnachtszeit im Schnitt 36 € pro Lebensmitteleinkauf aus – knapp hinter Italien und Großbritannien. Besonders gefragt sind hochwertige Produkte, die Genuss und Qualität vereinen.
Europäische Trends mit Relevanz für Deutschland:
- Kleine Freuden statt großer Käufe: Mode, Kosmetik, Restaurantbesuche und Second-Hand-Produkte stehen hoch im Kurs – insbesondere bei jüngeren Generationen wie Gen Z und Alpha.
- Reiselust trotz Unsicherheit: Europäer – darunter auch viele Deutsche – zieht es in der kalten Jahreszeit vermehrt in sonnige Fernreiseziele wie Thailand oder Ägypten. Und auch Japan steht auf der Reiseliste ganz oben.
„Im Jahresendspurt 2025 zeigen europäische Verbraucherinnen und Verbraucher sowohl Widerstandskraft als auch Anpassungsfähigkeit. Während bei den Gesamtausgaben eine moderate Steigerung erwartet wird, beobachten wir eine starke Nachfrage nach erschwinglichen Genussmomenten, kleinen Käufen und Reiseerlebnissen. Von hochwertigen Lebensmitteln und festlichen Favoriten bis hin zu Fernreisen spiegeln die Konsummuster eine sorgfältige Balance zwischen Vorsicht und Freude wider“, so Natalia Lechmanova, Chief Economist Europe, Mastercard Economics Institute.
Alle Daten zum Mastercard SpendingPulse finden Sie hier.
1 Mastercard SpendingPulse misst Einzelhandelsumsätze im stationären und Onlinehandel und berücksichtigt dabei alle Zahlungsarten.
Über das Mastercard Economics Institute
Das 2020 gegründete Mastercard Economics Institute analysiert globale wirtschaftliche Entwicklungen aus der Perspektive der Verbraucher. Ein interdisziplinäres Team aus Ökonom:innen, Analyst:innen und Datenexpert:innen nutzt Erkenntnisse aus Mastercard-Daten – darunter auch Mastercard SpendingPulse™ – sowie Informationen von Drittanbietern, um regelmäßig fundierte Analysen für Unternehmen, Partner und politische Entscheidungsträger bereitzustellen.
Über Mastercard (NYSE: MA), www.mastercard.com
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