Filmfestival von Cannes: Studie „Women in Film“ beleuchtet die Rolle von Frauen in der Filmbranche
20. Mai 2025 | Frankfurt am Main | By Oliver Jonas-
Der erleichterte Zugang zu digitalen Tools, Plattformen zur Contenterstellung und filmischer Ausbildung stärkt laut der Studie die Chancen der nächsten Generation von Frauen im Film.
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Mehr als die Hälfte der deutschen Befragten (52 %) sieht eine positive Veränderung für die Filmbranche durch Künstliche Intelligenz und neue Technologien.
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Schauspielerin Ambika Mod (One Day – Zwei an einem Tag) blickt optimistisch in die Zukunft und erkennt klare Fortschritte in Richtung Gleichberechtigung für Frauen im Film.
Weibliche Filmschaffende in Europa sehen der Zukunft der Branche mit Zuversicht entgegen, stehen aber gleichzeitig vor erheblichen Karrierehürden – vor allem hinter den Kulissen. Das zeigt die neu veröffentlichte Studie „Women in Film“ von Mastercard. Die Befragung von 6.000 Frauen, aktiv oder mit Ambitionen in der Filmbranche, gewährt einen offenen Einblick in die sich wandelnde Landschaft für kreative Frauen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen und Spanien. Anlass der Veröffentlichung ist das 10-jährige Jubiläum der Partnerschaft von Mastercard mit den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, mit der sich das Unternehmen für die Zukunft des europäischen Films engagiert.
Netflix-Star Ambika Mod: großartiger Wandel auf der Leinwand
Als Emma in der erfolgreichen Netflix-Miniserie „One Day – Zwei an einem Tag“ ist Ambika Mod auch in Deutschland populär geworden. Bei der Panel-Diskussion von Mastercard beim Filmfestival in Cannes äußerte sich die Britin glücklich über die Entwicklung der Branche: „Es ist großartig, einen so positiven Wandel auf der Leinwand zu sehen, wie die neue Studie von Mastercard zeigt. Man spürt deutlich, dass sich etwas verändert und dass die Menschen beginnen, an eine gleichberechtigtere Zukunft für Frauen im Film zu glauben.“

V.l.n.r.: Beatrice Cornacchia, EVP Marketing und Kommunikation APEMEA bei Mastercard, Nisha Ganatra, kanadische Filmschauspielerin und Regisseurin, und Ambika Mod, Schauspielerin und Comedian
Über die Hälfte der 1.000 in Deutschland befragten Frauen (58 %) ist zuversichtlich, dass die nächste Generation bessere Chancen in der Branche haben wird. Gründe dafür sind vor allem der einfache Zugang zu Tools und Plattformen zur Contenterstellung sowie zu filmischer Bildung. Auch das wachsende gesellschaftliche Bewusstsein für Diversität und für authentische Geschichten spielt eine Rolle.
Doch während die Darstellung von Frauen auf der Leinwand Fortschritte macht, herrscht hinter den Kulissen weiter ein eklatantes Ungleichgewicht (67 %). Fast die Hälfte (47 %) der befragten Frauen ist der Meinung, dass frauenfeindliche Haltungen in der Branche sichtbarer und akzeptierter werden. Zudem berichten viele von einem größeren Erwartungsdruck gegenüber Frauen, sich zu beweisen (73 %).
„Geschichten formen unsere Kultur. Wenn wir Frauen ermöglichen, ihre Perspektiven zu erzählen, bereichern wir nicht nur die Branche, sondern gestalten auch eine inklusivere Gesellschaft“, sagt Beatrice Cornacchia, EVP Marketing und Kommunikation APEMEA bei Mastercard. Dabei scheitern viele Frauen nicht am Willen, sondern am Zugang. Netzwerke, Selbstvertrauen und strukturelle Unterstützung sind daher entscheidend: „Unsere Studie unterstreicht den Bedarf an gezielter Förderung – Mentoring, strukturelle Reformen und Investitionen sind der Schlüssel zur Entfaltung des kreativen Potenzials dieser Generation.“
Ambika Mod spricht aus eigener Erfahrung als Schauspielerin und Comedian: „Es gibt Fortschritte, und Türen beginnen sich zu öffnen. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass wir noch nicht am Ziel sind – insbesondere hinter den Kulissen. Wenn wir dauerhafte Veränderungen wollen, müssen wir dafür sorgen, dass Chancen nicht nur vor der Kamera, sondern in allen Bereichen der Branche bestehen.“
Faktoren, die die Filmbranche und deren Entwicklung maßgeblich beeinflussen
Über die Hälfte der Frauen – in Deutschland gleichermaßen wie europaweit – sieht mit dem Einsatz von KI und neuen Technologien eine positive Transformation der Filmbranche, besonders stark vertreten unter Gen Z und Millennials. Der Zugang zu Tools und Plattformen ist einer der stärksten Treiber für die nächste Generation. Darüber hinaus werden Workshops und technische Trainings sowie früher Zugang zu Filmbildung in Schulen als wichtige Fördermaßnahmen wahrgenommen und sind der Schlüssel für langfristige Teilhabe. Der öffentliche Diskurs zu Gleichstellung fördert eine langfristige Veränderung.
Bildung, digitale Tools und öffentliche Aufmerksamkeit bilden folglich ein zentrales Dreieck für Empowerment und Wandel. Authentizität, Diversität und gesellschaftlich relevante Themen hingegen prägen die kreativen Erwartungen und tragen zur langfristigen Veränderung des Storytellings bei:
Wichtige Inspirationsquellen sind neben Filmen und Serien (49 %) vor allem Träume und Spiritualität (37 %) sowie persönliche Erfahrungen (35 %). 87 % der befragten Frauen in Deutschland bewerten zudem die generationenübergreifende Zusammenarbeit als kulturellen und fachlichen Schlüssel.
Über die Studie „Women in Film“
Die genannten Daten stammen aus einer Umfrage von Censuswide unter 6.000 weiblichen Befragten in Europa (je 1.000 in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen und Spanien) im Mai 2025. Alle Teilnehmerinnen arbeiten entweder bereits in der Filmbranche oder streben eine entsprechende Karriere an.
Über Mastercard (NYSE: MA), www.mastercard.com
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