Bezahlen an E-Ladesäulen muss einfacher werden - 60 % der ÖsterreicherInnen wünschen sich Kartenzahlung

1.Dezember 2021 | Wien | Von Nicole Krieg
  • Aktuelle Studie zeigt: 60 % der österreichischen Befragten möchten beim E-Auto-Laden mit Bankomat- oder Kreditkarte bezahlen, europaweit sind es 65 %
  • Mastercard möchte E-Mobilität durch Kartenakzeptanz an E-Ladesäulen erleichtern
  • Österreich im europäischen Mittelfeld: Laut Studie noch drei Jahre und zehn Monate bis zum persönlichen Umstieg auf E-Autos
Elektroauto-FahrerInnen kennen es: Stopps zum Batterie-Aufladen müssen stets mit Bedacht geplant werden, denn verschiedenste Energie-Anbieter haben in der Vergangenheit eigene Bezahlsysteme eingeführt. Insbesondere bei längeren Fahrten oder Grenzübertritten verstärkt sich die Problematik: Von Monats-Abonnements beim regionalen Energie-Lieferanten, eigenen Anbieter-Apps, Tankkarten, Münzeinwurf bis hin zum QR-Code existieren mittlerweile unterschiedlichste Systeme für das E-Laden, die zumeist eine Registrierung verlangen.

„Mastercard ist es ein großes Anliegen, sichere, inklusive und bequeme Zahlungslösungen für KonsumentInnen zu schaffen, um E-Laden künftig so einfach zu machen wie das Tanken von Benzin oder Diesel. Durch flächendeckende Zahlung per Bankomat- und Kreditkarten können die derzeitigen Zahlungsbarrieren überwunden werden, denn sie ist europaweit akzeptiert und erfordert keinerlei Registrierung“, weiß Christian Schicker, Director of Business Development bei Mastercard Austria.

Bezahlen an E-Ladesäulen: Studie zeigt hohe Nachfrage nach Kartenzahlung
Auch heimische VerbaucherInnen würden Zahlung per Karte beim E-Laden begrüßen, wie eine aktuelle Studie[1] bestätigt: 60 % der ÖsterreicherInnen wünschen sich Kartenzahlung an E-Ladesäulen, europaweit sind es sogar 65 %. Derzeitige Zahlungssysteme sind unter den Befragten weitaus weniger beliebt: Nur 6 % der ÖsterreicherInnen möchten zum E-Laden Anbieter-Apps, Websites oder Abo-Systeme nutzen, mit dem Konzept der E-Tankkarte sind hierzulande 16 % zufrieden. QR-Code-Lösungen zum Bezahlen an E-Ladesäulen werden nur von 5 % der österreichischen Befragten gerne genutzt.

Noch haben E-Auto-FahrerInnen mit heterogenen Bezahlsystemen zu kämpfen. Wie die Studie zeigt, verwenden ÖsterreicherInnen derzeit im Schnitt 2,7 Apps zum Bezahlen beim Laden von E-Autos. Diese Problematik hat auch der Europäische Rechnungshof erkannt und festgehalten, dass ein strategischer Gesamtfahrplan für die Elektromobilität nötig sei, der neben einer größeren Zahl an Ladepunkten auch die Harmonisierung der Zahlungssysteme erfordere[2]. Im Österreichischen Rechnungshofbericht von September 2020 wird sogar explizit die Möglichkeit des direkten und bargeldlosen Bezahlens als Lösung erwähnt, um „Stromtanken“ in Zukunft attraktiver zu gestalten[3].

Auch der europäische Green Deal sieht vor, eine Million neue E-Auto-Ladestationen bis 2025 zu schaffen. „Wir wollen den Ausbau der E-Ladestellen-Infrastruktur unterstützen. Für eine attraktive und inklusive E-Mobilität ist es jedoch ebenso relevant, die derzeitig noch bestehenden Zahlungsbarrieren abzuschaffen“, so Christian Schicker.

Deutschland als Vorreiter: Ab 2023 verfügen Ladestationen über Kartenterminal

Österreichs Nachbarland geht in Sachen E-Ladeinfrastruktur mit gutem Beispiel voran: Im September wurde die sogenannte Ladesäulenverordnung beschlossen, die ab 1. Juli 2023 ein einheitliches System mit Kartenzahlung für neu errichtete, öffentliche Ladepunkte vorsieht[4]. Betreiber werden im Zuge der Verordnung verpflichtet, Ladestationen mit NFC-fähigen Kartenleseterminals für gängige Bankomat- und Kreditkarten auszustatten, was das spontane Aufladen für E-Auto-FahrerInnen künftig erleichtern soll.

Weitere Studienergebnisse: Status Quo der europäischen E-Mobilität

Die Studie liefert auch Erkenntnisse über den aktuellen Status der europäischen E-Mobilitätswende und zeigt, dass EuropäerInnen aufgrund der derzeitigen Situation noch warten möchten, bis sie E-Autos als ihr hauptsächliches Individualverkehrsmittel ansehen: Die durchschnittliche Dauer bis zur geplanten Ablöse des Verbrenners liegt europaweit derzeit bei drei Jahren und neun Monaten. Nur rund ein Viertel (26 %) der europaweit Befragten gibt an, nie auf ein E-Auto umsteigen zu wollen. Österreich liegt mit einer Dauer bis zum Umstieg von drei Jahren und zehn Monaten im europäischen Mittelfeld. Die geringste Dauer von drei Jahren und sieben Monaten weist Deutschland, die höchste Dauer Schweden mit vier Jahren und zwei Monaten auf. Bei der Nutzung von Elektroautos spielt auch der Wohnort eine entscheidende Rolle: Während in den vergangenen zwölf Monaten bereits 13 % der Befragten, die in Städten leben, E-Autos nutzten, waren es in ländlichen Regionen Europas nur 5 %.

 

[1] Die quantitative Studie wurde im September 2021 im Auftrag von Mastercard vom Marktforschungsinstitut FTI Consulting durchgeführt. Die Stichprobe umfasste 7.489 TeilnehmerInnen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Polen, Schweden und Spanien, darunter 1.082 Befragte aus Österreich.

[2] Europäischer Rechnungshof – Sonderbericht 05/2021 „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“

[3] Rechnungshof Österreich – Bericht des Rechnungshof Reihe BUND 2020/28 „E-Mobilität“

[4] Deutsches Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – „Ladesäulenverordnung – LSV“

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Nicole Krieg, Head of Marketing and Communications Austria

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