Deutschland erlebt 2026 eine neue Lust am Analogen

Mastercard und Trend Hunter zeigen, warum Menschen wieder Nähe, Kreativität und echte Erlebnisse suchen 

 

  • Erlebnisse statt Erwerb: Für mehr Reisen (67 %), Natur (60 %) und Kulinarik (59 %) würden Deutsche auf neue Kleidung (40 %) oder den Coffee-to-go (30 %) verzichten 
  • Neue Erlebnistrends statt Mainstream: Deutsche interessieren sich verstärkt für analoge und gemeinschaftsorientierte Erlebnisformate wie Nostalgia Reloaded, Indie Everything und Conscious Connection 
  • Kompetenzen statt Souvenirs: Drei Fünftel möchten im Urlaub neue Fähigkeiten erlernen – insbesondere kulinarisch, sprachlich und handwerklich 
  • Zeit statt Zeug: Jede:r Zweite schenkt lieber Erlebnisse als materielle Präsente, zum Beispiel Erlebnisgutscheine (51 %) sowie Angebote aus Kulinarik und Wellness (je 46 %). 

Frankfurt am Main, 7. Mai 2026 – Deutschland bewegt sich 2026 stärker denn je zu einer Erlebniswelt, die von menschlicher Nähe, analoger Verbundenheit und gemeinschaftlicher Kreativität geprägt ist. Die paneuropäische Mastercard-Studie Experience Economy 2026 und der aktuelle Trend Hunter Report zeigen: Erlebnisse gewinnen nicht nur an Bedeutung – sie verändern sich qualitativ. Viele Menschen wenden sich von routinierten Freizeitaktivitäten ab und suchen persönliche, achtsame und kulturell inspirierte Begegnungen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung (60 %) sagt, dass ihnen Erlebnisse heute wichtiger sind als je zuvor – besonders solche, bei denen neue Fähigkeiten vermittelt werden. 

Deutsche investieren 2026 bewusst in Erlebnisse statt in Konsum 

Die Deutschen möchten häufiger reisen (67 %), mehr Zeit in der Natur verbringen (60 %), neue kulinarische Erfahrungen sammeln (59 %) und mehr Live-Musik erleben (58 %). Das zeigt ein starkes Bedürfnis nach Entschleunigung und Erdung. Um mehr Budget für diese Erlebnisse zu schaffen, würden viele beim Kauf neuer Kleidung sparen (40 %), auf Coffee-to-go oder Takeaway verzichten und Ausgaben für ein Wohnungsupgrade reduzieren (je 30 %). Zudem planen zwei Fünftel, weniger für technische Gadgets und Streamingdienste auszugeben (44 %) – ein Hinweis darauf, dass körperlich spürbare, gemeinschaftliche und authentische Erfahrungen stärker in den Vordergrund rücken.  

Die sechs Erlebnistrends, die Deutschland 2026 prägen  

Wie vielfältig und kreativ das Erlebnisjahr 2026 wird, zeigen die sechs Trends, die Mastercard gemeinsam mit Trend Hunter, der größten Plattform für Kultur- und Konsumtrends, identifiziert hat: 

  • Analogue Escapism – bewusste analoge Auszeiten ohne Smartphone und permanente Vernetzung, etwa in Vinyl‑Bars oder bei Events mit Fokus auf Film‑ und Stillfotografie statt Social Media 

 

  • Common Ground – neue Formen von Gemeinschaft, in denen Menschen über gemeinsame Interessen zusammenfinden, etwa Fußballgruppen für queere Frauen oder Schwimmclubs für People of Colour  

 

  • Communal Coping – gemeinschaftliches Bewältigen moderner Alltagsherausforderungen, zum Beispiel Väter‑Treffs zum Haarstyling ihrer Töchter oder Gruppenschrei‑Workshops zum Stressabbau 

 

  • Conscious Connection – statt kurzer Verabredungen rückt bewusst gestaltete gemeinsame Zeit in den Fokus. Geteilte Erlebnisse wie gemeinsame Nachtzugreisen oder philosophische Dinner‑Clubs schaffen echte Nähe 

 

  • Halcyon Days – wachsendes Interesse an nostalgischen Erlebnissen und dem Lebensgefühl der „guten alten Zeit“, von Konzerten ehemaliger Teenie‑Idole bis zu Social‑Media‑Trends wie „2016 Millennial Optimism“ 

 

  • Indie Everything – bewusste Hinwendung zu unabhängigen, ungeschliffenen Formaten als Ausdruck von Authentizität, etwa Second‑Hand‑Mode, DIY‑Konzerte oder Reisen zu wenig erschlossenen Destinationen 

 

 

Fähigkeiten statt Souvenirs: Lernen wird zum Reisemotiv 

Mehr als zwei Fünftel der Deutschen stimmen der Aussage zu, dass lokale Expert:innen mit ihrem Wissen ihre Reisen bereichern (45 %), sie im Urlaub neue Fähigkeiten erlernen möchten (43 %) und dieser Kompetenzerwerb wertvoller sei als ein klassisches Souvenir.  

Die Interessen sind breit gefächert: 

  • Fast ein Drittel möchte sich Fähigkeiten in der Herstellung von Lebensmitteln und Getränken aneignen – etwa Wein, Käse oder Braukunst (32 %) 
  • Ein Viertel möchte die eigenen kulinarischen Fähigkeiten in Kochworkshops mit lokalen Küchenchefs erweitern (25 %)
  • Rund ein Fünftel interessiert sich für traditionelles Handwerk wie Töpfern, Weben oder Holzarbeiten sowie für den Ausbau der eigenen Sprachkenntnisse (je 22%).  

 

„In ganz Europa sehen wir einen spürbaren Wandel: Verbraucherinnen und Verbraucher überdenken nicht nur, wofür sie ihr Geld ausgeben, sondern auch, wie sie ihre freie Zeit gestalten.“, sagt Natalia Lechmanova, Chief Economist Europe beim Mastercard Economics Institute. „Unsere Ergebnisse zeigen: Je präsenter die digitale Welt im Alltag wird, desto mehr wächst der Wunsch nach Erlebnissen, die auf Nähe, Austausch und echten Begegnungen beruhen. 

Ob Live‑Events, kulturelle Angebote oder Aktivitäten, die man durch persönliche Empfehlungen entdeckt – Menschen entscheiden sich gezielt für Momente, die Gemeinschaft schaffen und über den Augenblick hinaus in Erinnerung bleiben.“ 

Natalia Lechmanova | Mastercard Wirtschaftsinstitut

 

Erlebnisgeschenke gewinnen an Bedeutung 

Erlebnisse werden 2026 auch beim Schenken immer wichtiger: Nur rund ein Drittel der Deutschen (34 %) plant zu Anlässen wie Black Friday, Cyber Monday oder Weihnachten ein physisches Produkt zu verschenken. Jede:r Zweite (51 %) bevorzugt Erlebnisse. 

Die Gründe dafür sind vielfältig:  

  • 70 Prozent sagen, dass gemeinsame Erlebnisse Beziehungen stärken.
  • 60 Prozent finden Erlebnisse sinnvoller, weil viele Menschen bereits genug besitzen.
  • 60 Prozent empfinden das Schenken von Erlebnissen als persönlicher und authentischer. 
  • 59 Prozent schätzen die Flexibilität gegenüber physischen Geschenken.  

 

Erlebnisse (je 46 %) sowie Tickets für Live-Events (44 %). Viele möchten mit ihren Geschenken nicht nur Freude bereiten, sondern Zeit, Nähe und Verbundenheit schenken. Dieser Trend steht exemplarisch für eine Experience Economy, in der persönliche Begegnungen und individuelle Kulturformen zunehmend an Bedeutung gewinnen.  

Methodik 

Die genannten Daten stammen aus einer im Februar 2026 durchgeführten Umfrage von 3Gem im Auftrag von Mastercard unter insgesamt 27.000 Befragten (davon 1.000 in Deutschland) in 28 europäischen Ländern: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Israel, Italien, Kroatien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien, Ukraine, Ungarn, und Zypern.  

Über das Mastercard Economics Institute 

Das 2020 gegründete Mastercard Economics Institute analysiert globale wirtschaftliche Entwicklungen aus der Perspektive der Verbraucher. Ein interdisziplinäres Team aus Ökonom:innen, Analyst:innen und Datenexpert:innen nutzt Erkenntnisse aus Mastercard-Daten sowie Informationen von Drittanbietern, um regelmäßig fundierte Analysen für Unternehmen, Partner und politische Entscheidungsträger bereitzustellen. 

Über Mastercard (NYSE: MA)   

Mastercard stärkt die Wirtschaft und unterstützt die Menschen in mehr als 200 Ländern und Territorien weltweit. Gemeinsam mit unseren Kund:innen arbeiten wir an einer nachhaltigen Wirtschaft, in der jede und jeder erfolgreich sein kann. Wir bieten eine große Bandbreite an digitalen Zahlungsmöglichkeiten, die Transaktionen einfach, sicher, smart und leicht zugänglich machen.  

Unsere Technologien und Innovationen, Partnerschaften und Netzwerke bilden eine einzigartige Kombination an Produkten und Lösungen, die Konsument:innen, Unternehmen und Behörden helfen, ihr volles Potenzial zu erreichen. www.mastercard.com