Die Schweiz führt Europa an als Wachstumsmarkt für Erlebnisse

7. Mai 2026 | Zürich | By Oliver Jonas

Immer online, ständig erreichbar – doch viele Schweizerinnen und Schweizer wollen 2026 bewusst einen Gang zurückschalten. Eine neue Studie von Mastercard zeigt: echte Begegnungen und persönliche Erlebnisse gewinnen wieder an Wert.

Die Untersuchung mit über 27’000 Befragten aus 28 Ländern belegt, dass drei von fünf Menschen ihre Freizeit mehr offline gestalten wollen. Digitale Dauerpräsenz, so scheint es, macht vielen zunehmend zu schaffen. Statt auf Social-Media-Feeds zu verfolgen, wollen sie Zeit mit Familie und Freunden verbringen, gemeinsam Neues erleben oder einfach bewusst abschalten.

Erlebnisse statt Konsum

Das spiegelt sich auch im Konsumverhalten wider. Immer mehr Menschen geben lieber Geld für Erlebnisse aus als für materielle Dinge. Besonders beliebt sind Reisen, kulinarische Angebote, Outdoor-Aktivitäten und Live-Events. Fast 80 % der Befragten setzen Reisen an die Spitze ihrer Freizeitplanung. «Wir sehen einen klaren Wandel in ganz Europa», sagt Natalia Lechmanova, Chefökonomin beim Mastercard Economics Institute. «Die Menschen priorisieren Erlebnisse, die sie miteinander verbinden und nachhaltig prägen, über Dinge, die nur kurzfristige Freude bringen.»

Die Schweiz ist besonders offen

In der Schweiz ist dieser Trend auch im europäischen Vergleich besonders stark ausgeprägt. 74 % der Menschen planen, 2026 mehr zu reisen, 60 % wollen mehr Geld für Wellness und Outdoor-Aktivitäten ausgeben, und 76 % möchten gemeinsam mit Freunden oder Familie neue Fähigkeiten erlernen.

Zudem zeigt die Studie: Schweizerinnen und Schweizer vertrauen besonders auf persönliche Empfehlungen. 44 % bevorzugen Ratschläge von Menschen vor Ort statt algorithmischer Vorschläge aus Apps, ein Hinweis darauf, dass Authentizität zunehmend wichtiger wird als digitale Bequemlichkeit. Daniela Massaro, County Manager von Mastercard Schweiz sagt: «Die Zukunft der Wirtschaft entscheidet sich nicht allein über Preise oder Produkte, sondern über die Qualität der Erlebnisse, die Unternehmen schaffen. Wem es gelingt, Menschen emotional zu erreichen und echte Verbindungen herzustellen, wird langfristig erfolgreicher sein.»

Chancen für lokale Anbieter

Für KMU ergeben sich in der Schweiz daraus konkrete Geschäftsmöglichkeiten. Denn immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten achten bewusst auf Angebote, die lokale Betriebe unterstützen: 64 % sind bereit, mehr für persönliche Erlebnisse auszugeben, 57 % investieren gezielt in lokale Aktivitäten und 51 % suchen ganz besonders nach Angeboten von KMU.

Unterschiede zwischen den Generationen

Die Interessen variieren je nach Altersgruppe:

·       Generation Z zeigt besonders Interesse an Reisen, Film-Erlebnissen und Live-Events;

·       25- bis 34-Jährige bevorzugen Outdoor-Aktivitäten sowie kulturelle und historische Erlebnisse;

·       Über 45-Jährige setzen stärker auf kulinarische Angebote.

Wie vielfältig und kreativ das Erlebnisjahr 2026 wird, zeigen sechs Trends, die Mastercard gemeinsam mit Trend Hunter, der weltweit grössten Plattform für Kultur- und Konsumtrends, identifiziert hat. Dazu zählt etwa “Analog Escapism”, bei dem sich Menschen bewusst für analoge Erlebnisse ohne digitale Ablenkung entscheiden. Gleichzeitig entstehen unter dem Stichwort “Common Ground” neue Gemeinschaften, die über gemeinsame Leidenschaften zusammenfinden.

Ein weiterer Trend ist “Communal Coping”: Menschen kommen zusammen, um Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen, beispielsweise im Austausch unter jungen Vätern. Mit “Conscious Connection” rückt bewusst gemeinsam verbrachte Zeit in den Mittelpunkt, bei der Nähe durch geteilte Erlebnisse entsteht. Parallel dazu wächst im Rahmen von “Halcyon Days” die Sehnsucht nach nostalgischen Erfahrungen, während “Indie Everything” die Hinwendung zu authentischen, eigenständigen Formaten beschreibt – von Secondhand-Mode bis hin zu weniger erschlossenen Reisezielen.

Technologie bleibt, echte Begegnungen gewinnen

Auch die Expertin Courtney Scharf, Futuristin bei Trend Hunter, sieht hier einen klaren Trend: «Europa setzt 2026 wieder auf die menschliche Dimension von Erlebnissen. Technologien bleiben wichtig, aber sie werden zunehmend durch bewusst analoge, emotionale Erfahrungen ausgeglichen.» Je digitaler der Alltag, desto wertvoller werden also echte Begegnungen und Erinnerungen, die bleiben.

Zurück ins echte Leben

2026 könnte ein Jahr werden, in dem sich viele Menschen bewusst vom Bildschirm lösen. Erlebnisse, persönliche Treffen und lokale Aktivitäten stehen im Vordergrund – ein Trend, der nicht nur die Freizeitgestaltung, sondern auch die schweizerische Wirtschaft nachhaltig verändern könnte.

Methodik

Die Umfrage wurde im Februar 2026 vom Marktforschungsinstitut 3Gem im Auftrag von Mastercard durchgeführt. Insgesamt wurden 27’000 Personen in 28 Ländern befragt, darunter die Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich.

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Oliver Jonas, Director Communications Deutschland und Schweiz

Über Mastercard (NYSE: MA)www.mastercard.com

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