13. Februar 2026
Liebe hält nicht nur die Welt am Laufen – sie verleiht auch der lokalen Wirtschaft jedes Jahr im Februar einen spürbaren Aufschwung. Eine globale Analyse des Mastercard Economics Institute, die anonymisierte und aggregierte Ausgabendaten vom Valentinstag 2025 mit dem durchschnittlichen Freitag im Januar und Februar desselben Jahres vergleicht, zeigt, wie Menschen auf der ganzen Welt die Liebe feiern – von romantischen Abendessen über Schokoladenleckereien bis hin zu weniger traditionellen Liebesbeweisen.
Coquille Saint-Jacques in Paris. Austern in New Orleans. Seidig gefüllte Pasta in San Remo, Italien. Ein saftiges, trocken gereiftes Steak in Brooklyn. Und in Williamsburg, Virginia, das vor allem für sein koloniales Erbe bekannt ist … Hasenpüree in Krügen und Markknochenpudding? In diesen fünf Städten war der Anstieg der Restaurantbesuche am Valentinstag am größten, wobei Williamsburg einen Zuwachs von 513 % verzeichnete. Das ist eine riesige Menge Markpudding. Die weiteren Plätze der Top 10 belegen: Castel Gandolfo, Italien, bekannt als Sommerresidenz des Papstes; Kapstadt; San Antonio, Texas; Quezon City, Philippinen; und Köln, Deutschland.
Spielt die Größe eine Rolle? Bei genauerer Betrachtung der Ausgabendaten von Restaurants in New York City wird deutlich, dass vor allem kleinere Restaurants die Zuneigung der Gäste zu spüren bekamen. Unabhängige Restaurants verzeichneten am Valentinstag einen Anstieg von 70 % gegenüber dem Rest der Woche, was etwa dem Doppelten des Zuwachses bei großen Restaurantketten entspricht. Was noch größer ist, ist der Appetit: Der durchschnittliche Rechnungsbetrag pro Person stieg in kleineren Lokalen um fast 29 %, in größeren Restaurants hingegen nur um 3,5 %.
Floristen sind die wahren Stars des Valentinstags, denn die Ausgaben explodieren überall, von einem Anstieg um 632 % in Deutschland bis hin zu fast 1000 % in den USA. Eine genauere Analyse der Ausgabentrends ergab jedoch, dass die Wünsche sehr unterschiedlich sind. In Frankreich tendierten die Geschenke eher zu traditionellen Artikeln, wobei die Ausgaben für Süßigkeiten und Schokolade um 109 % stiegen, gefolgt von Kosmetikartikeln (vermutlich Parfüm) mit einem Plus von 47 %. In Italien suchten die Romeos nach molto bling, was zu einem Anstieg der Verkäufe von wertvollem Schmuck um 237 % führte (und zu einem Anstieg der Fotodienstleistungen um 74 %, hmmm). In Japan verzeichneten Süßwarengeschäfte einen Anstieg von 81 % – und Künstlerbedarfsläden einen Zuwachs von 55 %. In Großbritannien war ein sprunghafter Anstieg der Ausgaben für Erlebnisangebote zu verzeichnen: Kinos verzeichneten einen Zuwachs von 138 % und Live-Theater einen Anstieg von 60 %. Und in Deutschland, nun ja, hoffen wir, dass die Fräuleins nicht seekrank werden: Die Ausgaben im Bereich Bootsleasing und -handel stiegen um 157 %.
Die Städte mit den höchsten Schokoladenumsätzen am Valentinstag lagen fast ausschließlich in Europa – London, Rom, Warschau (das Zentrum der polnischen Schokoladenherstellung), Mailand, Zürich, Turin (Heimat von Gianduja, Italiens bekanntester Schokolade) und Krakau. Der einzige Ausreißer? Der Big Apple in einer Schachtel europäischer Trüffel.