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Urlaub

26. November 2025

 

Alle US-Reisenden wünschen sich diesen Urlaub … ist eine Europareise

Hier erfahren Sie alles über die neuesten Reisetrends, von „Coolcations“ bis hin zu weniger bekannten Reisezielen.

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Sophie Hares

Contributor

In dieser Weihnachtszeit füllen US-Reisende ihre Wunschlisten mit europäischen Abenteuern, sei es eine Fahrt mit dem Rentierschlitten zur arktischen Grotte des Weihnachtsmanns, Skifahren auf alpinen Pisten oder das Genießen von heißem Glühwein auf einem funkelnden Weihnachtsmarkt in Österreich.

Statt viel Geld für Souvenirs auszugeben, werden sie dieses Jahr eher Erlebnisse priorisieren, die sie schon immer einmal gemacht haben, und die relative Stärke des US-Dollars nutzen, um sich Abendessen und Ausflüge zu gönnen, sagt Eduardo Santander, Geschäftsführer der Europäischen Reisekommission, einer gemeinnützigen Organisation, die für europäische Reiseziele wirbt.

Generell sind längere Aufenthalte in Hauptstädten wie Paris, London und Rom nicht mehr angesagt, während sogenannte „Coolcations“ – weniger frequentierte Orte mit niedrigeren Temperaturen – im Trend liegen. Immer mehr abenteuerlustige Reisende steigen in Züge und Flugzeuge, um weniger besuchte (und günstigere) Reiseziele wie Lettland und Bulgarien zu erkunden.

„Ich vergleiche den Tourismus manchmal mit einem Supermarkt“, sagt Santander, der nach dem kürzlich stattgefundenen ersten Skift Transatlantic Summit mit dem Mastercard Newsroom sprach. Das Forum brachte Führungskräfte aus dem gesamten Tourismusökosystem im New Yorker Tech Hub von Mastercard zusammen. „Wir sollten die ungesunden Lebensmittel etwas weiter von den Menschen entfernt platzieren und stattdessen die Regale mit verantwortungsvollen, regenerativen Reisemöglichkeiten füllen, die den Menschen ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.“

Wie sieht es mit dem transatlantischen Reiseverkehr angesichts der bevorstehenden Feiertage aus?

Santander: Von den USA bis Europa ist die Nachfrage zweistellig gestiegen, und damit auch die Kapazität. Eine kleine Herausforderung sehen wir offensichtlich in der umgekehrten Richtung. Wir sehen Flugzeuge, die sehr voll nach Europa kommen, aber nur halb voll zurückkehren; dafür gibt es natürlich auch eine geopolitische Erklärung. Im Moment scheint das kein großes Problem zu sein, da der transatlantische Korridor nach wie vor sehr gut durch Geschäftsreisen abgedeckt ist. 

 

Welche wichtigen Reisetrends beobachten Sie bei US-Reisenden?

Santander: Weihnachten ist für Amerikaner immer noch eine sehr, sehr umsatzstarke Zeit. Offensichtlich passen Winter und Nordeuropa ziemlich gut zusammen. Es gibt viele schneereiche Reiseziele, aber auch alle Weihnachtstraditionen. Wir sehen immer mehr Amerikaner, die zum Skifahren nach Europa fahren. Der günstige Wechselkurs macht Skiurlaube erschwinglicher. Wir sprechen von der Schweiz, von Norditalien und von Neuzugängen wie den Pyrenäen in Andorra. Bulgarien und die Slowakei bieten ebenfalls sehr gute Skimöglichkeiten. Früher sah man viele Amerikaner in große Skigebiete fahren, heute gehen sie eher in kleine, familiengeführte Nischenbetriebe.

 

Während beliebte Städte mit Übertourismus zu kämpfen haben, was sind die neuen Hotspots?

Santander: Die Amerikaner scheinen eher zu weniger bekannten Reisezielen zu reisen. Wenn wir uns auf den vorangegangenen Sommer konzentrieren, waren es Südeuropa, wobei Portugal, Italien und die Türkei zweistellige Zuwachsraten von US-Besuchern verzeichneten. Die Nachfrage nach neuen, aufstrebenden Reisezielen wie Zypern, Lettland und Estland wächst. Das ist sehr gut für Europa. Wir versuchen, die Saisonalität zu bekämpfen und die Stoffströme das ganze Jahr über und über ganz Europa zu verteilen.

 

Wie nutzt die Branche Daten und Technologie, um ihre Zukunft zu gestalten?

Santander: Daten sind nicht nur für den Tourismus im Europa der Zukunft unerlässlich, sie sind schon heute existentiell. [Tourismusunternehmen] müssen nicht nur wissen, wie viele Menschen sich an ihrem Ort aufhalten – sie wollen auch wissen, was diese Menschen tun, woher sie kommen, wo sie ihr Geld ausgeben und was sie über ihr Erlebnis denken. Künstliche Intelligenz wird wahrscheinlich eine Revolution im Konsum- und Reiseverhalten weltweit auslösen, nicht nur in Europa. Wir hoffen, dass sich die Branche schnell genug anpassen wird.

 

Wie sehen Ihre Prognosen für den europäischen Tourismus in den nächsten Jahren aus?

Santander: Unsere wichtigsten Märkte sind die USA und Kanada. Asien führt endlich eine langfristige Erholung an. Wir sehen eine endlich anziehende Reisenachfrage aus Japan, wir sehen eine große Reisenachfrage aus Südostasien und nicht zuletzt ist China der große Tourismusgigant. Für den indischen Subkontinent bleiben die Aussichten sehr positiv. Wenn die Visavergabe in den kommenden Jahren erleichtert wird, werden wir definitiv einen Boom asiatischer Reisender in Europa erleben. 

 

Die Transformation des Reisens

Mastercard arbeitet mit globalen Reisezielen und Partnern zusammen, um das Reisen einfacher und lohnender zu gestalten. Durch die Nutzung von Daten und Kooperationen sollen Besucher angezogen werden, damit der Tourismus weiterhin nachhaltig wächst.

The wing of an airplane at sunset