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Wirtschaftliche Einblicke

9. Dezember 2025

 

Die Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2026 weiterhin wachsen.

Der Bericht „Economic Outlook 2026“ befasst sich mit Handelsveränderungen, KI und kleinen Unternehmen.

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Ben Fox Rubin

Vice President,

Global Communications,

Mastercard

Laut neuen Prognosen des Mastercard Economics Institute, die am Dienstag in seinem neuen Wirtschaftsausblick 2026 veröffentlicht wurden, wird das globale reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2026 voraussichtlich 3,1 % erreichen, ein leichter Rückgang gegenüber den derzeit geschätzten 3,2 % im Jahr 2025.

„Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass die Weltwirtschaft zwar weiterhin wächst, aber unterschiedliche Entwicklungen durchläuft“, sagte Michelle Meyer, Chefökonomin von Mastercard.

Abgesehen von dieser globalen Zahl weisen die zugrunde liegenden Dynamiken, die diese Zahl beeinflussen, viele Nuancen auf. Meyer beschrieb diese Dynamik folgendermaßen: Während es im Jahr 2025 vor allem um große Schlagzeilen ging – Inflationssorgen, neue Zollpolitiken, Steuersenkungen, KI-Entwicklung – wird es im Jahr 2026 um die positiven wie negativen Auswirkungen dieser Schlagzeilen auf die Weltwirtschaft gehen, und zwar auf eine viel transparentere Weise.

Meyer sagte, dass die Weltwirtschaft trotz der anhaltenden Unsicherheit am Markt widerstandsfähig bleiben dürfte. Diese Stärke wird durch fortgesetzte Investitionen in KI, Zinssenkungen und staatliche Konjunkturprogramme weiter gestärkt, was allesamt das BIP-Wachstum im Jahr 2026 stützen wird.

Der jährliche Wirtschaftsausblicksbericht geht auf drei wichtige Trends bis 2026 ein: die Neuausrichtung des Welthandels, die Ausgaben für KI und die Anpassung kleiner Unternehmen an makroökonomische Veränderungen.

 

3,1 %

Das globale reale BIP-Wachstum wird 2026 sinken, gegenüber 3,2 % im Jahr 2025.

3,4 %

Die globale Inflation wird 2026 sinken, gegenüber 3,9 % im Jahr 2025.

2,2 %

US-BIP-Wachstum 2026, gegenüber 2 % im Jahr 2025

Veränderte Handelsbeziehungen

Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2026 wird maßgeblich von den beiden größten Volkswirtschaften der Welt, den USA und China, bestimmt werden.

Die Handelsspannungen zwischen den beiden Ländern eskalierten im Jahr 2025, nachdem die USA im Frühjahr die Zölle auf chinesische Importe erhöht hatten.

Für China wird in dem neuen Bericht ein BIP-Wachstum von 4,5 % im Jahr 2026 erwartet, gegenüber 4,8 % im Jahr 2025, was unter anderem auf die geringere US-Nachfrage nach chinesischen Waren zurückzuführen ist. China arbeitet daran, seine Beziehungen zu Schwellenländern auszubauen, um die geringere Nachfrage auszugleichen.

Für die USA wird in dem neuen Bericht ein beschleunigtes BIP-Wachstum von 2 % im Jahr 2025 auf 2,2 % im Jahr 2026 erwartet. Dieser Anstieg wird durch mehrere Faktoren bedingt sein, darunter neue Steuersenkungen zur Unterstützung von Forschungs- und Entwicklungsausgaben sowie Produktionsausgaben.

Trotz des starken Wirtschaftswachstums der letzten Jahre ist die Verbraucherstimmung seit der Pandemie weitgehend niedrig geblieben, da viele Amerikaner weiterhin über höhere Preise und einen sich verändernden Arbeitsmarkt besorgt sind. Meyer sagte, es sei möglich, dass sich diese Dynamik fortsetze, da Inflation und Schwankungen auf dem Arbeitsmarkt auch 2026 ein wichtiges Thema bleiben würden.

 

KI und fiskalische Investitionen

Es wird erwartet, dass die Einführung und die Ausgaben für KI auch 2026 weiter steigen werden, begleitet von bemerkenswerten Erhöhungen der Staatsausgaben – von Chinas Smart-City- und Hochgeschwindigkeitsbahnprojekten bis hin zu Deutschlands enormen Ausgabensteigerungen für Verteidigung und grüne Technologien.

Laut dem neuen MEI AI Enthusiasm Index des Berichts ist die Akzeptanz von KI bisher in den USA und Dänemark am stärksten.

Der Bericht stellt fest, dass diese Ausgaben zwar das globale Wachstum ankurbeln dürften, es aber Risiken gebe, die es zu beobachten gelte, da „übermäßige Ausgaben in einigen Fällen zu einer Überhitzung der Wirtschaft führen und die Inflation anheizen sowie die Schuldentragfähigkeit untergraben könnten.“

 

Die Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2026 weiterhin wachsen.

In vielen Branchen sind kleine und mittlere Unternehmen im Vergleich zu größeren Unternehmen, die ihre Lieferketten verlagern und Lagerbestände vorziehen können, unverhältnismäßig stark von den Zöllen in den USA betroffen.

Mit Blick auf das Jahr 2026 erwartet das Mastercard Economics Institute, dass kleine Unternehmen dank eines besseren Zugangs zu und einer stärkeren Nutzung von Technologie ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern, Kosten senken und ihre Abläufe optimieren werden. Das Institut stellte beispielsweise fest, dass 44 % der neuen US-Unternehmen, die Kartenzahlungen akzeptieren, im Jahr 2024 ausschließlich online tätig sein würden – ein Anstieg um 20 Prozentpunkte seit 2019, was auf einen enormen Zuwachs an digital-nativen Unternehmen hindeutet.

Blick in die Zukunft mit dem Mastercard Economics Institute

Im Jahr 2026 werden die politischen Veränderungen, die 2025 für Schlagzeilen sorgten, ihre Auswirkungen auf die Volkswirtschaften weltweit entfalten. Noch nie war es so wichtig, die Daten aufmerksam zu beobachten, um Veränderungen in Echtzeit zu erkennen.

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