18. Dezember 2025
Heutzutage greife ich beim Einkaufen nicht mehr nach meinem Portemonnaie. Wie drei Viertel meiner Generation Z habe ich noch nie einen Scheck ausgestellt. Und ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal bar bezahlt habe. Heute erwarte ich nicht nur eine kontaktlose Zahlungsmöglichkeit überall, wo ich hingehe. Ich verlasse mich darauf.
Obwohl es die Technologie des kontaktlosen Bezahlens schon seit mehr als zwei Jahrzehnten gibt, befinden wir uns mitten in einem großen Wandel, da Regierungen und Unternehmen veraltete Systeme ablösen und den Menschen mehr Wahlmöglichkeiten und Flexibilität bei der Bezahlung bieten. Mastercard trägt weiterhin dazu bei, diesen Wandel zu beschleunigen – von alltäglichen kontaktlosen Zahlungen hin zu digitalen Auszahlungen, die die langsamen, papierbasierten Schecks ersetzen.
Im Jahr 2025 nahm die Dynamik sprunghaft zu. Weltweit haben wir erlebt, wie große Verkehrsbetriebe und Branchen sinnvolle Schritte unternommen haben, um kontaktloses Bezahlen zum Standard zu machen. In unserem gesamten Netzwerk stellten wir fest, dass kontaktlose Zahlungen im Jahr 2025 mehr als 75 % unserer Transaktionen ausmachen würden. Hier einige herausragende Beispiele aus den diesjährigen Bemühungen um eine vollständig berührungslose Zukunft.
Weltweit zählt der öffentliche Nahverkehr seit langem zu den stärksten Treibern für die Einführung kontaktloser Zahlungsmethoden. Städte wie London, Tokio, Sydney und Singapur haben früh gezeigt, wie das Ein- und Auschecken per Scanner den Arbeitsweg drastisch vereinfachen, Warteschlangen reduzieren und die Betriebskosten für Verkehrsbetriebe senken kann. Und die Fahrer nahmen es schnell an, nicht weil es neu war, sondern weil es einfacher war.
Dieser globale Wandel schuf die Voraussetzungen für bedeutende Fortschritte im Jahr 2025. New York City baute sein OMNY-System weiter im gesamten MTA-Netz aus und bot so in mehr Bahnhöfen und Bussen Zugang zum kontaktlosen Bezahlen an. Andere große US-Städte beschleunigten ebenfalls ihre Einführungen und folgten damit einem Weg, auf den viele internationale Verkehrssysteme seit Jahren setzen. Im Jahr 2023 führten die Niederlande das kontaktlose Bezahlen in allen öffentlichen Verkehrsmitteln ein, von Fähren über Busse und Straßenbahnen bis hin zu Zügen, und weniger als zwei Jahre später wird bereits ein Viertel der Fahrten mit Karte bezahlt. Das Ergebnis ist ein reibungsloseres Reiseerlebnis: Ein Tippen zum Eintreten, keine separaten Karten oder Tickets erforderlich.
Und „Tap to Ride“ bedeutet nicht mehr nur den öffentlichen Nahverkehr, denn kontaktloses Bezahlen wurde auf E-Bikes und E-Scooter ausgeweitet, wodurch stärker vernetzte Mobilitätssysteme entstehen. Kontaktloses Bezahlen wird zum Standard – nicht zur Ausnahme – und 2025 hat die USA dieser Realität einen bedeutenden Schritt näher gebracht, wie der Anstieg von 37 % im Vergleich zum Vorjahr bei der Nutzung von Karten im öffentlichen Nahverkehr belegt.
Im Jahr 2025 unternahmen die USA einen großen Schritt zur Modernisierung der Geldauszahlung an ihre Bürger. Papierchecks werden zugunsten digitaler Auszahlungen schrittweise abgeschafft. Dabei wird auf Vorzeigeprojekten wie Direct Express aufgebaut. Dieser Wandel reduziert Verzögerungen, senkt die Kosten und erleichtert den Menschen den sicheren Zugriff auf ihre Gelder.
Abgesehen davon, wie Regierungen Geld bereitstellen, verändern die Erwartungen an reibungslose Überweisungen die Art und Weise, wie Menschen Geld untereinander transferieren. Innovationen wie die „Tap to Transfer“-Funktion in Samsung Wallet ermöglichen es Freunden und Familie, Geld sofort per Fingertipp auf ihr Smartphone oder Wearable zu senden.
Dieser Schritt spiegelt Trends in anderen Ländern wider, die schon lange auf digitale staatliche Zahlungen setzen. Von Arbeitslosengeld in Kanada bis hin zu Sozialhilfeprogrammen in Großbritannien haben Regierungen gezeigt, dass kontaktlose und digital ausgerichtete Ansätze die Menschen schneller und zuverlässiger erreichen können als traditionelle Methoden. Für Millionen von Amerikanern ist das Ergebnis einfach: Zahlungen kommen schneller, sicher und direkt auf den Konten an, die sie bereits nutzen.
Sogar Bargeldabhebungen erfolgen zunehmend kontaktlos. Im Jahr 2025 führte Mastercard in Zusammenarbeit mit NCR Atleos und ITCARD neue Funktionen an Geldautomaten ein, die es Benutzern ermöglichen, Bargeld nur mit einem Mobilgerät abzuheben, wobei die Authentifizierung über eine digitale Geldbörse erfolgt – weder Karte noch PIN sind erforderlich.
Pilotprojekte in Polen und anderen europäischen Märkten haben gezeigt, dass dieser Ansatz schneller, bequemer und sicherer ist. Durch die Beseitigung von Reibungsverlusten an Geldautomaten dringt die kontaktlose Technologie über den Einzelhandel hinaus vor und vereinfacht das alltägliche Bankgeschäft für Verbraucher auf der ganzen Welt.
Ein weiteres Feld für kontaktlose Innovationen ist die Ausweitung des kontaktlosen Bezahlvorgangs über den physischen Kassenbereich hinaus. Anfang dieses Jahres ermöglichte Mastercards „ Tap to More“ -Funktion den Nutzern, Karten zu sperren, Transaktionen zu verifizieren und Geld mit einem einzigen Tippen zu senden oder zu empfangen und vereinfachte so den alltäglichen digitalen Handel. Gleichzeitig führte Apple die digitale ID ein, mit der US-Reisende ihre Pässe an den TSA-Kontrollpunkten sicher per Fingertipp auf ihr iPhone oder ihre Apple Watch vorzeigen können. Zusammengenommen veranschaulichen diese Entwicklungen, wie sich das Tippen zu einer universellen Geste entwickelt, die nahtlose, berührungslose Erlebnisse bei Zahlungen, Identitätsprüfungen und darüber hinaus ermöglicht und gleichzeitig Möglichkeiten bietet, den Zugang und die Inklusion in digitalen Diensten zu erweitern.
Zusammengenommen zeigen diese Fortschritte, dass berührungslose Erlebnisse keine Neuheit mehr sind. Sie werden zum alltäglichen Standard, und 2026 verspricht, die kontaktlose Innovation noch weiter voranzutreiben.