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Leidenschaften

17. Dezember 2024

 

Eine Wiederbegegnung mit „Der Nussknacker“ und die Wiederentdeckung des Zaubers der Kindheit

Ein Besuch bei einem der legendärsten Urlaubserlebnisse in New York City weckt Erinnerungen – und schafft neue.

Ballerinen des New York City Ballet in Szenen aus George Balanchines „Der Nussknacker“

Gabi Falk

Program Manager, Mastercard Technology

Denkt man an die legendäre Weihnachtszeit in New York City, kommt einem sofort die Produktion  „George Balanchines Der Nussknacker“ des New York City Ballet in den Sinn.

Die Produktion, die nun zum 70. Mal stattfindet, zieht jedes Jahr mehr als 100.000 Besucher an. Als gebürtige New Yorkerin kann ich mich noch gut an die Freude und den Zauber erinnern, die der Besuch von „Der Nussknacker“ in meiner Kindheit mit sich brachte – ich bestaunte die aufwendigen Kostüme und den Weihnachtsbaum, der vor meinen Augen wuchs – aber ich war schon seit Jahren nicht mehr dort. Als sich mir die Gelegenheit bot, im Rahmen einer Priceless Experience von Mastercard, wo ich als Programmmanagerin arbeite, teilzunehmen, konnte ich nicht Nein sagen.

Nach meiner Ankunft im Lincoln Center nahm ich meinen erstklassigen Orchesterplatz im prachtvollen David H. Koch Theater ein. Das Theater selbst ist atemberaubend, mit seinen roten Samtsitzen, fünf Balkonen und einem riesigen, zwei Tonnen schweren Kronleuchter, der von der goldenen Gitterdecke herabhängt. Ich machte es mir bequem und war bereit für den Beginn der Show.

Als sich der Vorhang hob, entfaltete sich Magie auf der Bühne. Die bezaubernde Geschichte von Marie und dem Nussknacker wurde auf anmutige Weise durch Musik und Tanz, ganz ohne Worte, vermittelt. Die Bühne war gefüllt mit Mäusen, Soldaten, Schneeflocken und natürlich der Zuckerfee. Wir im Publikum stießen Staunen aus, lachten und jubelten, als die Tänzer während der zweiteiligen Aufführung sprangen und wirbelten. Die Aufführung weckte in mir Kindheitserinnerungen und eine neu gewonnene Wertschätzung für die Tänzer und die Geschichte.

Eine Hand hält ein Programmheft von George Balanchines „Der Nussknacker“ hoch; beim New York City Ballet im Lincoln Center.
Ballerinen des New York City Ballet in Szenen aus George Balanchines Nussknacker

Als die Vorstellung zu Ende ging, verbeugten sich die Tänzer unter dem lauten Beifall des Publikums ein letztes Mal. Der Besuch der Show an sich wäre schon bezaubernd genug gewesen, aber es gab noch mehr zu erleben.

Nach dem Ende der Vorstellung wurde unsere Priceless-Gruppe hinter die Bühne geführt, wo wir eine der Tänzerinnen des „Blumenwalzers“, Nieve Corrigan, kennenlernten. Die gebürtige New Yorkerin besuchte ab ihrem 9. Lebensjahr die School of American Ballet, die offizielle Schule des NYCB. Sie beantwortete Fragen aus der Gruppe zu ihren Erfahrungen als Tänzerin in „Der Nussknacker“. Nieve war schon als Kind Teil der Produktion, musste aber einige Jahre pausieren, weil sie für die Kinderrollen zu groß wurde. Sie erzählte der Gruppe von ihren Lieblingstänzen und -kostümen (insbesondere von ihrem aktuellen rosa Tüllkostüm für „Flowers“) und erklärte sogar die Unterschiede zwischen den Schuhen, die für verschiedene Tänze getragen werden.

Wir konnten die riesige Bühne erkunden und das aufgebaute Land der Süßigkeiten aus nächster Nähe betrachten. Der Blick des Publikums, den die Tänzer von der Bühne aus haben, hat mir eine neue Perspektive und Wertschätzung für ihre Arbeit eröffnet.

Alle in der Gruppe konnten ein Foto mit Corrigan machen und ein signiertes Programmheft erhalten. Es kommt nicht alle Tage vor, dass man auf der Bühne des „Nussknackers“ eine elegante Ballerina trifft und mit ihr posieren kann.

Als ich das Theater verließ, nahm ich neue Erinnerungen und ein wiedererwachtes Gefühl kindlicher Freude mit. Es war ein umwerfendes Erlebnis von Anfang bis Ende – und der perfekte Auftakt zur Weihnachtszeit.

Foto von „George Balanchines Der Nussknacker“: Erin Baiano