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Reisetrends Europa 2024: Sonnige Aussichten

Veröffentlicht: 29. Mai 2024 | Aktualisiert: 29. Oktober 2025

6 Minuten Lesezeit

Zwei Freundinnen blicken auf einen Fluss

Einleitung

Laut dem fünften jährlichen Reisebericht des Mastercard Economics Institute, „Travel Trends 2024: Breaking Boundaries“, entwickelt sich 2024 zu einem starken Jahr für die Experience Economy. 

Neun der letzten 10 rekordverdächtigen Ausgabetage in der globalen Kreuzfahrt- und Luftfahrtindustrie fanden im Jahr 2024 statt, und das Mastercard Economics Institute geht davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Für die Reisebranche sind Tourismus und der widerstandsfähige Verbraucher die Lichtblicke in der globalen Makroökonomie, da mehr Menschen reisen als je zuvor.

 

Der Anstieg der Ausgaben im Reisesektor spiegelt einen starken Arbeitsmarkt und den Wunsch zu reisen wider.

 

Touristen weltweit verbringen durchschnittlich einen zusätzlichen Urlaubstag.

 

Verbraucher priorisieren weiterhin sinnvolle Erlebnisse gegenüber materiellen Gütern, auch auf Reisen.

 

Die Nachfrage nach Kreuzfahrten boomt als preisgünstigere Reiseoption.

Top-Themen in der europäischen Region

So entwickeln sich die Dynamiken in Europa:

  • Die Reisebranche glänzt als einer der widerstandsfähigsten Sektoren innerhalb der europäischen Wirtschaft. 2023 markierte eine vollständige Erholung bei der Anzahl der Übernachtungen mit 2,91 Milliarden Übernachtungen im Jahr 2023, gegenüber 2,88 Milliarden im Jahr 2019.
  • Die Outperformance des Reiseverkehrs hat zu einer Outperformance von Volkswirtschaften mit hohem Tourismusaufkommen geführt, wie Kroatien, Griechenland, Portugal und Spanien. In Griechenland liegt der durchschnittliche tägliche Flugverkehr im April 2024 YTD um 13,1 % über dem April 2019 YTD.
  • Da sich die Verbraucher an höhere Preise anpassen, verzeichnen billigere und sonnigere Reiseziele ein starkes Reisewachstum. Die Touristenzahlen in Albanien stiegen von 12 Millionen im Jahr 2019 auf 17 Millionen im Jahr 2023.
  • Touristen in Europa verlagern sich weg von der Hochsommerzeit (Juli–August) hin zu den Monaten der Zwischensaison (Mai–Juni und September–Oktober).

Trendreiseziele in Europa

Zum Teil dank des Beitritts zum Schengen-Raum haben Fluggesellschaften ihren Dienst nach Rumänien erweitert und zusätzliche Touristen angelockt. 

Kerkyra, Griechenland, ist dank seiner Strände und eines starken Reiseanstiegs außerhalb der Hauptsommermonate ein beliebtes Reiseziel. 

München, Deutschland, ist diesen Sommer (Juni-August 2024) das beliebteste globale Reiseziel mit der größten Zunahme der touristischen Nachfrage im Vorfeld der Saison, nicht zuletzt dank der UEFA Fußball-Europameisterschaft.

Albanien ist ein unerwartet angesagtes Reiseziel und im Vergleich zu großen Tourismuszentren in anderen europäischen Küstenstaaten deutlich geldbörsenfreundlicher.

Ausgaben auf Reisen

Die Konsumausgaben für Reisen bleiben stark. Einige Verhaltensweisen stechen hervor: 

  • Erlebnisorientierte Ausgaben – wie das Nachtleben – gewinnen weltweit in den Prioritäten von Reisenden weiterhin an Bedeutung gegenüber dem Einzelhandel.
  • Der Anteil der Gesamtumsätze, die auf weltweite Tourismusausgaben für Erlebnisse im März 2024 entfallen, ist 12 % höher als je zuvor.
  • In Märkten wie Japan und den Vereinigten Arabischen Emiraten besteht eine viel stärkere Nachfrage nach Luxusgütern als nach Freizeitkleidung. 
  • Die Situation bei Restaurantbesuchen weltweit ist gemischt. Touristen bevorzugen ein entspanntes Erlebnis in Ländern wie Spanien und Brasilien, während die gehobene Gastronomie in Indien boomt.

Länger Freizeit

Touristen und Freizeitreisende genießen mehr Zeit im Urlaub. Hier sind einige der Auswirkungen:

  • Längere Reisen bedeuten einen zusätzlichen Schub für Reiseziele.
  • Längere Aufenthalte führen in der Regel zu höheren Ausgaben pro Reise und können einen wirtschaftlichen Aufschwung für die lokale Wirtschaft bedeuten.
  • Es gibt ein klares umgekehrtes Verhältnis zwischen dem Preis des Reiseziels und der Aufenthaltsdauer. Günstigere Reiseziele = längere Aufenthalte.  
  • Darüber hinaus gilt: Je wärmer das Reiseziel ist, desto mehr Zeit verbringen Verbraucher tendenziell dort. 

 

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