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Karten-Testbetrug erklärt: Wie Händler reagieren können

Veröffentlicht: 25. Juli 2024

Hände, die Karten halten

Wenn es um die Betrugsprävention im Einzelhandel geht, zählt jede Transaktion, egal wie klein sie ist. Eine abgelehnte Kreditkartenzahlung von wenigen Dollar oder sogar ein paar Cent kann ein Zeichen dafür sein, dass Ihr Einzelhandels- oder E-Commerce-Unternehmen von Card-Testing-Betrügern ins Visier genommen wurde. 

Artikel auf einen Blick

  • Betrug durch Kartentests umfasst das Beschaffen gestohlener Kreditkarteninformationen und die Verwendung eines automatisierten Skripts, um zu analysieren, welche Karten gültig und welche ungültig sind. 
  • Kreditkartentests können zu einer übermäßigen Anzahl von Supportanfragen, einer Belastung der Infrastruktur und Reputationsschäden führen.  
  • Mastercards Identity Insights for Card Cycling bietet Verhaltens- und Geräteeinblicke, die automatisiertes Bot-Verhalten kennzeichnen und die Auswirkungen von Kartentests minimieren können.  

Kreditkartentests (oder Cycling) ist eine Betrugstaktik, bei der ein automatisiertes Skript verwendet wird, um gestohlene Kartennummern durch das Initiieren kleiner Massentransaktionen, wie E-Commerce-Käufe oder Online-Spenden, zu „testen“.  Da Tausende dieser Karten abgelehnt werden, summieren sich die Gebühren schnell – und Acquirer-Banken könnten darauf aufmerksam werden, den Zielhändler als riskant kennzeichnen und möglicherweise zukünftige Transaktionen ablehnen. Zusätzlich haben Händler die Schwierigkeit, sich mit Rückbuchungen und Streitigkeiten bei Transaktionen, die tatsächlich durchgeführt werden, auseinanderzusetzen. Es ist eine stetige Belastung für den Geschäftserfolg eines Händlers. 

Da die beteiligten Dollarwerte so gering sind, bleibt der Betrug durch Kartentests oft unbemerkt. Das bedeutet aber nicht, dass Sie Ihr Einzelhandels- oder E-Commerce-Unternehmen zu einem unwissenden Opfer werden lassen sollten. Letztendlich brauchen Sie eine nachhaltige Methode, um die Auswirkungen von Kartentests zu minimieren, die die gesamte Benutzererfahrung Ihrer Kunden nicht gefährdet.   

Frauen in einem Lagerhaus

Kreditkartenprüfung: Ein Dilemma der Benutzererfahrung

Für E-Commerce-Marken ist eine reibungslose Nutzererfahrung entscheidend. Ihr Unternehmen investiert wahrscheinlich erhebliche Ressourcen in die Optimierung des Bezahlvorgangs und die Reduzierung von Hindernissen, die einer reibungslosen Transaktion im Wege stehen. 

Doch wenn es um die Verhinderung von Kartentests geht, stehen Händler vor dem Dilemma, Kreditkartentester im Keim zu ersticken, ohne die gesamte Benutzererfahrung zu beeinträchtigen.  

Die naheliegende Lösung für Bedrohungen durch Kartentests besteht darin, Kunden bei jeder Transaktion einer umfangreicheren Reihe von Sicherheitsüberprüfungen zu unterziehen. Wenn Sie eine Zunahme des Kartenautorisierungsvolumens, fälschlicher Ablehnungen oder Diskrepanzen bei Bankautorisierungen feststellen, können Sie problemlos CAPTCHAs, 3-D-Secure-Protokolle und andere erweiterte Sicherheitsmaßnahmen integrieren. Diese Schritte führen jedoch zu mehr Reibung für den Nutzer, was den Umsatz und die Qualität des Kundenerlebnisses gefährdet. 

Wie Händler sich gegen Kartentest-Betrüger wehren können

Häufige Anzeichen eines im Gange befindlichen Karten-Cycling-Ereignisses sind ein Zustrom von Autorisierungsanfragen für kostengünstige Transaktionen und/oder ein Anstieg der Ablehnungen. Allerdings sollte Ihr System Betrüger idealerweise stoppen, bevor sie nennenswerte Transaktionsvolumen erreichen können. 

Im Allgemeinen sollte das Ziel darin bestehen, Ihre Kassenplattform gründlich zu überwachen und jede Transaktion auf Betrugspotenzial zu prüfen. Einige Fälle von Kartenprüfung werden offensichtlich sein – wenn eine Reihe kleiner Einkäufe mit verschiedenen Kartennummern vom selben Benutzer getätigt wird, ist das ein klares Indiz dafür, dass etwas Betrügerisches im Gange ist. Betrüger sind jedoch in der Regel raffinierter, was bedeutet, dass Sie die Hilfe von Verhaltensanalysetools benötigen, um Sie und Ihr Team zu unterstützen.  

Mastercard Identity Insights kann helfen, indem Verhaltens-, Geräte- und Zahlungsdaten genutzt werden, um Ihrem Betrugsteam umsetzbare Erkenntnisse zu liefern. Der Ruf einer IP-Adresse eines Benutzers, das von ihm verwendete Gerät und andere Verhaltensmuster zeichnen ein umfassendes Bild eines Benutzers – selbst wenn dies seine erste Interaktion mit Ihrer Marke ist.  

Diese erhöhte Sichtbarkeit zahlt sich sowohl bei der Benutzererfahrung als auch bei der Sicherheit aus. Wenn Sie innerhalb kurzer Zeit mehrere Transaktionen von derselben IP-Adresse kennzeichnen, sind zusätzliche Reibungsverluste und Sicherheitskontrollen sinnvoll. Wenn eine andere Transaktion jedoch keines dieser Warnsignale aufweist, können Sie Ihre grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen beibehalten, ohne die Angelegenheit weiter vorantreiben zu müssen.  

Glückliches Paar kauft von zu Hause aus ein

Identity Insights hilft Ihnen, das richtige Gleichgewicht zwischen UX und Sicherheit zu finden

Der Einsatz von Identitäts- und Verhaltensanalysetools kann Ihnen helfen, Betrug vorzubeugen, bevor Ihr Netzwerk mit Hunderten oder Tausenden von Ablehnungen überflutet wird.  

Diese Tools können helfen, jeden Hinweis auf automatisiertes Verhalten sofort zu erkennen, wenn er im Checkout-Prozess auftaucht. Mit einem nuancierten Ansatz im Risikomanagement kann Ihr Unternehmen Sicherheit und UX-Prioritäten ausbalancieren – Betrug mindern und gleichzeitig ein reibungsloses Checkout-Erlebnis bewahren.  

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